Engine Build Measurement Log

Ford 302 SBF (Boss Block M-6009-302) — AFR 165 Renegade

📅

1. Projektdaten

🎯

Build-Ziele & Leistungsschätzung

Build-Philosophie & Komponenten-Strategie

Die Kombination aus Ford Performance M-6009-302 Short Block (komplett geschmiedet), AFR 1399 165cc CNC-Köpfen (mit Spring/Retainer-Upgrade) und COMP Cams XE274HR Hydraulic Roller Nockenwelle ergibt einen zuverlässigen Street/Strip-Motor mit folgenden Eigenschaften:

  • Breites Drehmomentband – dank 165cc-Köpfen (hohe Port-Geschwindigkeit bei kleinem Hubraum)
  • Solide Dauerhaltbarkeit – alle geschmiedeten Internals, keine übertriebene Verdichtung
  • Hydraulisch – wartungsfrei – kein Ventilspiel-Einstellen nötig (Morel HLT für Präzision bei hohen Drehzahlen)
  • Drehzahlfest bis ~6.500 U/min – dank AFR 8605 Springs (.650" Lift) + Titanium Retainer + HLT Lifter
🔢 Verdichtungsrechner (Compression Ratio)

Werte anpassen – CR berechnet sich automatisch. Werte werden gespeichert.

BERECHNETE VERDICHTUNG
-- : 1
Hubvolumen/Zyl.: -- cc Restvolumen: -- cc Gasket Vol.: -- cc Deck Vol.: -- cc
⚠ Drehzahl-Limits: Das schwächste Glied bestimmt

Jede Komponente hat ein eigenes Drehzahl-Limit. Die niedrigste Grenze bestimmt die maximale Drehzahl des Motors.

KomponenteMax. RPMBegründung
COMP Cams XE274HR6.200COMP Cams empf. Betriebsbereich 2.200–6.200
Morel 5327 HLT Lifter6.500–7.000+HLT (Limited Travel) für High-RPM ausgelegt
AFR 8605 Ventilfedern7.000AFR Upgrade-Feder, .650" Lift / 7.000 RPM
AFR 8600 Ti-Retainer7.000+Titan = leichter als Stahl, reduziert Ventiltrieb-Trägheit
COMP 1632-16 Roller Rockers7.000+8650 Chromoly, Nadellager, Ultra Pro Magnum
BOSS302 Block (4-Bolt)7.500+Race-Block, 4-Bolt Mains auf Pos. 2/3/4
Geschmiedete Internals7.500+Kurbel, Pleuel, Kolben – alle geschmiedet
MSD 6AL Rev Limitereinstellbar2.000–11.000 RPM in 100er-Schritten
SCHWÄCHSTES GLIED: Nockenwelle → 6.200 RPM
Empf. Rev-Limiter-Einstellung: 6.500 RPM (Sicherheitsmarge für Ventiltrieb)
Erklärung: Die Nockenwelle bestimmt, bis zu welcher Drehzahl der Motor effizient arbeitet. Die mechanischen Komponenten (Federn, Lifter, Retainer) können höher – daher setzt man den Rev Limiter etwas über die Cam-Range, um einen kurzen Überdrehschutz zu haben, ohne die Hardware zu gefährden.
⚡ Geschätzte Motorleistung
Hinweis: Schätzwerte basierend auf der Komponentenauswahl. Tatsächliche Leistung hängt stark von Ansaugung, Abgasanlage, Abstimmung und Verdichtung ab.
Gesch. Leistung330 – 360 BHP (246–268 kW / 335–365 PS) – abh. von Intake/Exhaust/Tuning
Gesch. Drehmoment330 – 350 ft-lbs (447–475 Nm) – an der Kurbelwelle
Peak Power RPM5.500 – 6.000 U/min
Peak Torque RPM3.500 – 4.500 U/min
Nutzbares Drehzahlband2.200 – 6.200 U/min (Cam-Range lt. COMP Cams)
Max. sichere Drehzahl~6.500 U/min (Rev Limiter)
Einflussfaktoren auf die Leistung
KomponenteEinflussTendenz
DellOrto DRLA 45 (4x Downdraft)Direktes AnsprechverhaltenEinzeldrosselklappen → sofortige Response
Bundle of Snakes (TSC GT40)+15–30 BHP vs. GusskrümmerPlatzoptimiert für GT40-Chassis
Zündung (MSD 6AL)Kapazitiv → stärkerer FunkeAdvance-Kurve abstimmen für max. Leistung
ZündzeitpunktLeistung + Detonation32–36° total (je nach CR + Benzin)
VerdichtungEffizienz + Drehmoment9.5–10.0:1 ideal für Super Plus (98 ROZ)
Antriebsstrang-Empfehlung (lt. COMP Cams)
Achsantrieb3.44:1 (Quaife LSD im Renault UN1-13) – passt zur COMP-Empfehlung (3.55–3.73)
GetriebeSchaltgetriebe (Renault UN1-13, 5-Gang)
📈

1c. Motor-Simulator & Kraftstoffempfehlung

Gesch. Peak Leistung (BHP)
-- BHP
@ -- RPM
-- kW / -- PS
Gesch. Peak Drehmoment
-- ft-lbs
@ -- RPM
-- Nm
📏 Maßeinheiten in diesem Dokument

Alle Leistungs- und Drehmoment-Angaben in diesem Build-Log verwenden die in der US-Motorentechnik üblichen imperialen Einheiten. Die Umrechnung in metrische Einheiten wird wo möglich mit angegeben.

Leistung
EinheitBezeichnungDefinition / VerwendungUmrechnung
BHPBrake HorsepowerDieses Dokument. Nutzleistung an der Kurbelwelle, ohne Nebenaggregat-Verluste. Ford Perf. Katalog-Standard (SAE J607).1 BHP = Basis
PS (DIN)PferdestärkeDIN 66036. Metrische Pferdestärke. In DE/EU gebräuchlich.1 BHP = 1.0139 PS
kWKilowattSI-Einheit. EU-Fahrzeugpapiere, offizielle Angaben.1 BHP = 0.7457 kW
WHPWheel HorsepowerRadleistung, nach Getriebe-/Antriebsverlusten (~12–18% weniger als BHP).~0.82–0.88 × BHP
Drehmoment
EinheitBezeichnungUmrechnung
ft-lbsFoot-Pounds (lb-ft). Dieses Dokument (US-Standard für Motordrehmoment).1 ft-lb = 1.3558 Nm
NmNewtonmeter. SI-Einheit, in EU/DE gebräuchlich.1 Nm = 0.7376 ft-lbs
Anzugsdrehmomente (Schrauben)
EinheitVerwendungUmrechnung
ft-lbsDieses Dokument (US-Hersteller-Specs).1 ft-lb = 1.3558 Nm
in-lbsFür kleine Schrauben (1/12 ft-lb). Teils in US-Specs.1 in-lb = 0.1130 Nm
Druck
EinheitVerwendungUmrechnung
psiÖldruck, Kraftstoffdruck (US-Standard).1 psi = 0.0689 Bar
BarMetrisch (DE/EU).1 Bar = 14.504 psi
PSI (Zugfestigkeit)Materialfestigkeit (z.B. ARP 200.000 PSI).1.000 PSI = 6.895 MPa
Länge / Volumen
EinheitVerwendungUmrechnung
Inch (")Bohrung, Hub, Spaltmaße, Schrauben.1" = 25.4 mm
thou (mil)0.001" = ein Tausendstel Inch. Lagerspiel, Dichtungsdicke.1 thou = 0.0254 mm
ci / CIDCubic Inches – Hubraum (US).1 ci = 16.387 cc (ml)
ccKubikzentimeter – Brennraumvolumen, Kanalvolumen.1 cc = 1 ml
CFMCubic Feet per Minute – Luftdurchsatz Zylinderkopf.1 CFM = 1.699 m³/h
Gewicht
EinheitVerwendungUmrechnung
lbsUS-Pfund. Bauteil-/Motorgewicht.1 lb = 0.4536 kg
kgKilogramm (SI). Fahrzeuggewicht.1 kg = 2.2046 lbs
Prüfstands-Korrektur: Ford Performance gibt Pushrod-Crate-Engine-Leistung nach SAE J607 („Racer Corrected“) an: korrigiert auf 60°F / 29.92" Hg. Diese Werte liegen ca. 4% über SAE J1349 (77°F / 29.31" Hg, 85% mech. Wirkungsgrad), dem heutigen Industrie-Standard. Unser Simulator berechnet BHP nach der Standardformel BHP = Torque × RPM / 5252 und entspricht am ehesten SAE J607.
Leistung (BHP – Brake Horsepower) Drehmoment (ft-lbs / Nm) ▬ VE (%)
⛽ Kraftstoff-Empfehlung & Oktanzahl

Simulator starten um Empfehlung zu erhalten...

📚 Wechselwirkung: Zündung ↔ Oktan ↔ Verdichtung
Das Dreieck: CR – Timing – Oktanzahl

Die drei Größen hängen untrennbar zusammen:

Verdichtung (CR) = fest, durch den Build definiert
Zündzeitpunkt = einstellbar (Initial + Centrifugal + Vacuum Advance)
Oktanzahl = bestimmt sich aus CR + Timing
Warum beeinflusst Timing die Oktanzahl?

Je früher die Zündung erfolgt (mehr Advance), desto höher steigt der Spitzendruck im Brennraum. Hoher Spitzendruck bei hoher Verdichtung führt zu Klopfen (Detonation) – einer unkontrollierten Selbstzündung des Restgemischs. Höhere Oktanzahl = höhere Klopffestigkeit = mehr Timing möglich.

Praxis-Vorgehensweise für den GT40

1. Verdichtung messen/berechnen (CR-Rechner oben) → ca. 9.7–9.8:1
2. Verfügbaren Kraftstoff bestimmen (in DE: Super Plus 98 ROZ ideal)
3. Timing so einstellen, dass bei Volllast kein Klopfen auftritt
4. Total Timing ergibt sich aus dem Zusammenspiel von CR + Kraftstoff

CRMax. Timing mit 95 ROZMax. Timing mit 98 ROZMax. Timing mit 100+ ROZ
9.0:136–38°38–40°40–42°
9.5–9.8:132–34°34–36°36–38°
10.0:130–32°32–34°34–36°
10.5:1+Kritisch!28–32°32–34°
CNC-Brennraum-Bonus: Die AFR-1399-Köpfe haben CNC-bearbeitete Brennräume mit optimaler Quench-Geometrie. Das reduziert die Klopfneigung um ca. 2–3 ROZ gegenüber offenen Guß-Kammern. Deshalb kann Ihr Build mit 9.8:1 CR und 34° Total Timing problemlos Super Plus (98 ROZ) verwenden.
Vacuum Advance & Oktanzahl

Der Vacuum Advance (MSD 8479) addiert bei Teillast zusätzliches Timing (bis ~15° extra). Dies ist kein Klopfrisiko, da Teillast = weniger Brennraumdruck. Vacuum Advance verbessert den Verbrauch und die Gasannahme im Stadtverkehr erheblich, ohne die Klopfgrenze zu beeinflussen. Bei Volllast (WOT) ist kein Unterdruck vorhanden → Vacuum Advance = 0°.

⚠ Warnung: E10 & DellOrto-Vergaser

E10 (10% Ethanol) darf NICHT getankt werden! Ethanol greift die Aluminium-Vergaserkörper der DellOrto DRLA 45 an:

Korrosion der Aluminium-Druckguss-Teile (Vergaserkörper, Schwimmerkammer)
Quellung von Dichtungen, Membranen und Schwimmernadel-Ventilen
Hygroskopisch: Ethanol bindet Wasser → Korrosion bei Standzeiten
Lackschäden: Ethanol greift Lackoberflächen an (Spritzer beim Tanken!)
Phasentrennung: Bei Standzeiten trennt sich Ethanol/Wasser vom Benzin → Motorschäden
Regel: Immer E5 oder ethanol-frei tanken. An der Zapfsäule auf „E5“ oder „Super Plus“ achten. NIEMALS E10! Im Zweifel: Premium-Sorten sind fast immer ethanol-frei oder maximal E5.
⛽ Kraftstoff-Guide nach Tankketten & Ländern
🇩🇪 Deutschland (Anreise / Heimat)
TankketteProduktROZEthanolEmpfehlung
AralUltimate 1021020%★ BESTE WAHL
ShellV-Power Racing100max 0,7%★ SEHR GUT
TotalEnergiesExcellium Super Plus98E5 (max 5%)OK
EssoSynergy Supreme+ Super Plus98E5 (max 5%)OK
JETSuper Plus98E5OK (nicht überall)
AlleSuper E595E5 (max 5%)Notfall
AlleSuper E1095E10 (10%)❌ VERBOTEN
🇭🇺 Ungarn (Pannoniaring)
TankketteProduktROZEthanolEmpfehlung
MOLEVO 100 / Master 100100–1010% (ETBE statt Ethanol)★ BESTE WAHL
ShellV-Power100E5Sehr gut
OMVMaxxMotion 100100E5Sehr gut
MOL / AndereSzüper 9898E5OK
AlleSzüper 95 (E10)95E10❌ VERBOTEN
Tipp: MOL ist die größte Tankkette in Ungarn. MOL EVO/Master 100 verwendet ETBE statt Ethanol als Bio-Komponente – ETBE hat selbst eine Oktanzahl von ~110 und ist nicht hygroskopisch. Ideal für Vergaser!
🇸🇰 Slowakei (Slovakiaring)
TankketteProduktROZEthanolEmpfehlung
MOLEVO 1001000% (ETBE)★ BESTE WAHL
ShellV-Power100E5Sehr gut
OMVMaxxMotion 100100E5Sehr gut
AlleNatural 9898E5OK
AlleNatural 95 (E10)95E10❌ VERBOTEN
Tipp: MOL ist auch in der Slowakei stark vertreten. Slovakiaring liegt nahe Bratislava – OMV und Shell gibt es direkt in der Stadt.
🇨🇿 Tschechien (Brno / Masaryk Circuit)
TankketteProduktROZEthanolEmpfehlung
ShellV-Power Racing100E5★ BESTE WAHL
MOL / BenzinaVerva 100100E5Sehr gut
OMVMaxxMotion 100100E5Sehr gut
AlleNatural 9898E5OK
AlleNatural 95 (E10)95E10❌ VERBOTEN
Tipp: In CZ heißt Benzin „Natural“. Natural 98 = Super Plus (E5). Shell und MOL/Benzina-Stationen sind in Brno gut vertreten.
🇧🇪 Belgien (Spa-Francorchamps)
TankketteProduktROZEthanolEmpfehlung
TotalEnergies
(am Circuit!)
Excellium SPA 102102+E5★ EXKLUSIV am Circuit!
ShellV-Power Racing100E5Sehr gut
TotalEnergiesExcellium Super Plus98E5OK
AlleSP98 (Super Plus)98E5OK
AlleSP95 (E10)95E10❌ VERBOTEN
Highlight: Direkt am Circuit de Spa-Francorchamps gibt es eine TotalEnergies-Tankstelle (Route du Circuit 16, 4970 Francorchamps) mit exklusivem Excellium SPA 102 – echter Rennkraftstoff (RON 102+), der auch mit normaler 98er-Einstellung gefahren werden kann. Unbedingt dort tanken!
🏗 Österreich (Durchreise)
TankketteProduktROZEthanolEmpfehlung
OMVMaxxMotion 100+100E5★ BESTE WAHL
ShellV-Power Racing100E5Sehr gut
AlleSuper Plus98E5OK
Route Pannoniaring: Via Österreich (A2/S4). OMV-Netz ist extrem dicht. Letzter Tankstopp vor der Grenze mit MaxxMotion 100 empfohlen.
Zusammenfassung: Beste Wahl pro Strecke
StreckeTanken beiProduktROZ
PannoniaringMOLEVO 100 (ethanol-frei!)100
SlovakiaringMOL / OMVEVO 100 oder MaxxMotion 100100
BrnoShell / MOL-BenzinaV-Power Racing / Verva 100100
SpaTotalEnergies am CircuitExcellium SPA 102102+
Hinweis: Dies ist ein empirisches Schätzmodell basierend auf VE-Kurve (Volumetric Efficiency), BMEP (Brake Mean Effective Pressure) und Cam-Timing. Für exakte Werte ist ein Motorenprüfstand erforderlich. Typische Genauigkeit: ±5–10%.

2. Block & Kurbeltrieb

Motorblock – Ford Performance M-6010-BOSS302
Block-Daten (Hersteller)
MaterialGusseisen (Diesel Grade Iron), CNC-bearbeitet
Bohrung ab Werk3.990"–3.995" (Rohbohrung)
Max. Bohrung4.125" (darüber: Sonic Test erforderlich)
ZylinderdesignSiamese Bore, gebohrt für Kühlmittel-Crossover
Deck Height8.200" + .010–.015" (nominal 8.206")
Deck Thickness.500"–.560"
Bore Spacing4.380"
Main Caps4-Bolt auf Pos. 2, 3, 4 | 2-Bolt auf Pos. 1, 5
Main Cap MaterialNodular Iron
Hauptlagerzapfen2.248"–2.250" (Std. 302 Windsor)
Max. Hub3.400"
Kopfschrauben1/2-13 UNC (M-6065-BOSS Bolts oder M-6014-BOSS Studs)
Lifter Bore.8753"–.8768" (Hydraulic Roller kompatibel)
Rear Main Seal1-Piece (M-6701-B302)
NockenwellenlagerM-6261-J351 oder M-6261-R351
KopfdichtungenM-6051-CP331 oder M-6051-S331
Gewicht (Block)175 lbs
Max. Hubraum363 ci
BOSS 302 Engine Block
Ford Performance BOSS 302 Engine Block (M-6010-BOSS302)
Short Block – Ford Performance M-6009-302
Kurbeltrieb (Hersteller: alle geschmiedet)
Hubraum302 ci (4.942 L)
Bohrung x Hub4.000" x 3.000"
KurbelwelleGeschmiedeter Stahl (Forged Steel)
Hauptlagerzapfen2.248"–2.250"
Pleuellagerzapfen2.123"
AuswuchtungZero Balance (Neutral Balanced) – Zero-Balance Schwungrad/Flexplate erforderlich!
PleuelGeschmiedeter Stahl (Forged Steel)
KolbenGeschmiedet, für 20° Ventilwinkel-Köpfe
Verdichtung (nominal)9.0:1 (mit 64cc Brennraum-Köpfen)
Empf. BalancerM-6316-D302 (Zero Balance)
Empf. ÖlpumpeM-6600-D2 (High Volume)
Gewicht (Short Block)271 lbs
302 BOSS Short Block M-6009-302
Ford Performance 302 BOSS Short Block (M-6009-302)
Nockenwelle – COMP Cams 35-518-8 (XE274HR-12)
Grunddaten
TypHydraulic Roller – Xtreme Energy
MaterialAustempered Ductile Iron
Drehzahlband2.200 – 6.200 U/min
Befestigung Zahnrad1-Bolt
Hub & Steuerzeiten
Nockenhub (Lobe Lift)Einl: 0.348" / Ausl: 0.354"
Ventilhub (1.6:1 Rocker)Einl: 0.555" / Ausl: 0.565"
Adv. Duration (@ .006")Einl: 274° / Ausl: 282°
Duration @ 0.050"Einl: 224° / Ausl: 232°
LSA112°
Intake Centerline108°
Ventilsteuerzeiten (@ .006" Lift)
Einlass öffnet (IO)29° BTDC
Einlass schließt (IC)65° ABDC
Auslass öffnet (EO)77° BBDC
Auslass schließt (EC)25° ATDC
Installationshinweise (COMP Cams)
VentilfedernStock-Federn können NICHT verwendet werden!
Screw-in StudsErforderlich (z.B. COMP #4504 für ’78+)
Guide PlatesErforderlich (COMP #1442-16 bei Studs + Guideplates)
Axialspiel Soll0.001" – 0.007" (lt. Ford IS-1850-0427)
Hersteller-PDF Spec Card (PDF)
📖 Anleitung: Lagerspiel & Axialspiel messen
🔨

3. Kolben & Pleuel

Kolben & Pleuel (aus M-6009-302 Short Block)
Kolben
TypGeschmiedet (Forged)
Bohrung4.000"
Ventilwinkel-Kompatibilität20° Valve Angle Heads (Std. SBF + Aftermarket)
Valve ReliefsJa – für stock und spread valve guide centerlines
Nominale Verdichtung9.0:1 (mit 64cc Brennraumvolumen)
Verdichtung mit AFR 58ccHöher als 9.0:1 – exakt berechnen!
Pleuel (Connecting Rods)
TypGeschmiedeter Stahl (Forged Steel)
Rod Journal2.123"
Kolbenringe
Konfiguration3-Ring (Top, Second, Oil)
Ring End GapJeden Ring im jeweiligen Zylinder messen!
Short Block Daten M-6009-302 Produktseite
📖 Anleitung: Lagerspiel & Ring End Gap messen
📈

4. Zylinderköpfe, Quench & Ventilfreiraum

Zylinderköpfe – AFR 1399 SBF 165cc Renegade
Grunddaten
MaterialA356 Aluminium
TypStud Mount Rockers, Non-Emissions
Brennraumvolumen58cc (100% CNC)
Ventilwinkel20°
Deck Thickness.750"
Min. Bore Diameter4.000"
Kanäle
Einlasskanal165cc (1.975" H x 1.125" W), Stock Location
Auslasskanal68cc (1.355" H x 1.360" W), Stock Location
Ventile (8mm Bead Lock)
Einlassventil1.900" x 4.900" O.A.L. (AFR #7249)
Auslassventil1.600" x 4.950" O.A.L. (AFR #7250)
VentilsitzbearbeitungCompetition 5-Angle Valve Job
Ventilfedern (Upgrade ab Werk verbaut!)
VerbautAFR #8605 Upgrade (.650" Lift / 7.000 RPM Hydraulic Roller)
Standard wärePAC #8017 (140 lbs seat, max .600" – NICHT verbaut)
Spring Pocket1.460" OD (max. 1.625" nach Bearbeitung)
Weitere Upgrades (ab Werk verbaut)
Rocker StudsAFR #6411 – 7/16" Screw-in Rocker Studs (Upgrade)
RetainerAFR #8600 – 7° Titanium Retainer (Upgrade)
Kopfschrauben
Schraubengröße1/2" UNC (AFR #1399 = Ausnahme unter 165cc-Köpfen!)
EmpfohlenM-6065-BOSS (Bolts) oder M-6014-BOSS (Studs)
Valve CoverPerimeter Bolt Pattern
Zylinderkopfdichtung – Ford M-6051-CP331
Empfohlen für BOSS302 Block (lt. Ford Performance)
TeilenummerM-6051-CP331 (BOSS-Block-Version)
Bore-Anwendungbis 4.125" (BOSS302 Block)
Gasket-Durchmesser4.160"
Compressed Thickness0.040" (1.02 mm)
Compressed Volume9.0 cc
BauartPre-flattened Copper Wire Combustion Ring
Auspuff-SeiteGerade – für FPP-Block Wasserdurchgänge
Alternative Dichtungen (Standard-302 Bore)
M-6051-CP331 (Std.)4.100" Gasket-Bore, 0.042", 9.1 cc (für Prod.-Blocks)
Fel-Pro #1011-1Alternative lt. AFR, für 1962–95 SBF
Wichtig: Die Compressed Thickness beeinflusst direkt den Quench-Abstand und die Verdichtung! Für den CR-Rechner: 0.040" und 4.160" sind voreingestellt.
📖 Anleitung: Zylinderkopf-Montage & Drehmomente
Ziel-Quench: 0.035" – 0.045"  |  Min. Ventilfreiraum: Einlass ≥ 0.080" / Auslass ≥ 0.100"
Zyl. Kolbenunterstand (A) Dichtungsdicke (B) Quench (A+B) P-t-V Einlass
(≥0.080")
P-t-V Auslass
(≥0.100")
Piston-to-Valve Clearance mit Knete geprüft

5. Ventiltrieb (Valvetrain)

Kipphebel – COMP Cams 1632-16 Ultra Pro Magnum
TypUltra Pro Magnum Roller Rocker Arms
Übersetzung1.6:1
Stud-Durchmesser7/16" (Rocker Stud)
Material8650 Chromoly, Investment Cast
LagerungÜberdimensionierte Trunnions, Präzisions-Nadellager
TipGehärtete Roller Tips
FinishBlack Oxide
MengeSet of 16 (kompletter V8-Satz)
Polylocks – COMP Cams 4600-16
TypPolylock Adjusting Nuts
Stud-Größe7/16"
Menge16 Stück
FunktionEinstellmutter mit integrierter Kontermutter – hält Preload-Einstellung sicher
Lifter – Morel 5327 HLT (Limited Travel)
TypHydraulic Roller, HLT (Short Travel Plunger)
Plunger Travel.015"–.030" vor Solid (Limited Travel)
Body OD.875"
Roller OD.700"
BauformLink Bar (Retro-Fit)
Max. FederdruckSeat: 100–250 lbs | Open: 285–650 lbs
Max. Drehzahl6.500–7.000+ U/min
Preload1/4 bis 1/2 Umdrehung nach Nullspiel (HLT: weniger Preload!)
Menge16 Stück
Hinweis: Bei 302-Blocks müssen die Zylinderkoepfe abgenommen werden, um die Lifter einzubauen!
Checking Pushrod – CNC Motorsports TC6878
Verstellbereich6.800" – 7.800"
ZweckErmittlung der korrekten Pushrod-Länge + Sweep-Pattern-Prüfung
Ventilfedern – AFR 8605 (Upgrade)
TypHydraulic Roller Dual Springs (Upgrade ab Werk)
Max. Ventilhub.650"
Max. Drehzahl7.000 U/min
Coil Bind prüfenJa – bei max. Lift (.555"/.565") sicherstellen!
Titanium Retainer – AFR 8600 (Upgrade)
Typ7° Titanium Valve Spring Retainer
VorteilLeichter als Stahl → reduziert Ventiltrieb-Masse, höhere Drehzahlen möglich
Kopfschrauben – ARP 154-4003
TypProfessional Series Cylinder Head Studs
Gewinde1/2-13 UNC (Block-Seite)
Material8740 Chromoly, 200.000 PSI
FinishBlack Oxide
Muttern6-Point (Hex) Nuts + gehärtete Unterlegscheiben
Innen (lang)5.000" Gesamtlänge
Außen (kurz)3.250" Gesamtlänge
📖 Anleitung: Pushrod-Länge & Lifter Preload einstellen
🔧

6. Ansaugspinne (Intake Manifold)

Ansaugspinne (Intake Manifold)
TypAbh. von Vergaser-Konfiguration (DellOrto-Downdraft oder 4-Barrel)
EnddichtungenRTV-Silikon statt Kork empfohlen
Endwert Drehmoment18 ft-lbs / 24 Nm (3 Stufen)
Ansaugkrümmer-Dichtung – Fel-Pro 1250
TypPerformance Intake Manifold Gasket Set
PassendSmall Block Ford 260/289/302/351W
MaterialPermaTorque® mit Stahleinfassung
HinweisPort-Öffnung auf AFR-1399-Ports abstimmen (ggf. matchen)
📖 Anleitung: Ansaugspinne Montage & Drehmomente
RTV-Silikon statt Kork-Enddichtungen verwendet
Ansaugspinne auf 18 ft-lbs angezogen (3-Stufen-Verfahren)

7. Zündkerzen (Spark Plugs)

Zündkerzen-Spezifikation
EmpfohlenAutolite 3924
AlternativenNGK FR5 / Champion RC9YC
Gewinde14mm, 0.750" (Long Reach)
SitzformDichtscheibe (Gasket Seat)
Elektrodenabstand0.040" (NGK Pre-Set ab Werk)
Drehmoment15 – 22 ft-lbs
📖 Anleitung: Zündkerzen Details
Anti-Seize auf Zündkerzengewinde aufgetragen
Zündkerzen angezogen (15–22 ft-lbs)
💧

8. Ölsystem (Oiling System)

Ölpumpe – Ford Performance M-6600-D2 High Volume
TypHigh Volume / Standard Pressure
Inlet5/8"
Passend289/302 (1963–2000), BOSS 302 Block
PickupBolt-on Pickup erforderlich (nicht im Lieferumfang!)
MaterialGusseisen, druckgeprüft, handdrehgeprüft
Achtung: Pickup und Wanne müssen zum 5/8" Inlet passen. Wanne noch zu bestimmen (Canton, Aviaid, Armando o.a.).
Ölpumpen-Antriebswelle – Ford Perf. M-6605-B302
Material4130 Chromoly-Stahl, Centerless Ground
Länge7.45"
DurchmesserVerstärkter Mittendurchmesser (größer als Serie)
Passend289/302 EFI & Non-EFI, BOSS 302 Blocks
Upgrade: Serienwellen brechen typischerweise in der Mitte. Die Chromoly-Welle eliminiert diese Schwachstelle.
Ölansaugrohr (Oil Pickup) – mit Wanne zu bestellen
InletMuss zum 5/8" Inlet der M-6600-D2 passen
Abstand zum Wannenboden.250" – .375" (1/4" – 3/8") lt. Ford Performance. Zu nah = Kavitation, zu weit = Luft!
Sieb-TypWire Mesh empfohlen. Perforiertes Blech kann bis zu 75% Durchfluss kosten!
BefestigungVerschraubt (nicht nur stecken!)
WichtigSystempartner – Pickup und Pan müssen zusammenpassen, nicht einzeln ersetzbar
Ölwanne – noch zu bestimmen
AnforderungPickup mit 5/8" Inlet (passend zur M-6600-D2 Pumpe)
KandidatenCanton / Aviaid / Armando (Chassis-Passung prüfen!)
KapazitätMin. 7 qt (lt. Ford Performance), besser 8 qt
Schwallbleche4-Richtungen! Bremsen, Beschleunigung, LH-Kurve, RH-Kurve (Road Race)
Windage TrayPflicht für Track Use (Ford Performance Empfehlung)
DichtungKork/Neopren-Dichtungssatz oder RTV
Drehmoment Wannenschrauben10 – 12 ft-lbs (Aluminium-Wanne)
Ablassschraube15 – 25 ft-lbs (je nach Ausführung)
Ford Performance Warnung: Schwallbleche müssen so konstruiert sein, dass das Öl immer über dem Pickup-Sieb bleibt – bei Bremsen, Beschleunigung UND Kurvenfahrt in beide Richtungen. Ohne korrekte Schwallbleche kann die Ölpumpe Luft ziehen!
📖 Anleitung: Ölsystem Montage
Ölpumpe vormontiert, Pumpenantriebswelle eingesetzt
Pickup montiert, Abstand zum Wannenboden geprüft
Ölwanne montiert, Dichtung/RTV korrekt, Schrauben auf Drehmoment
Motor vor Erststart mit Pumpenantrieb vorölt (Priming)

9. Timing Cover & Harmonic Balancer

Steuerkette – Ford Perf. M-6268-A302 Double Roller
TypDouble Roller Timing Chain mit Multi-Index Sprockets
Passend289/302/351W
NockenwellenradGusseisen (Cast Iron)
KurbelwellenradInduktionsgehärteter Billet-Stahl
KetteDoppelreihig, übergroße 0.250" Rollen
Verstellpositionen9 Positionen – 2°-Schritte, ±8° oder Gerade
InklusiveThrust Plate M-6269-A302 + 1" Cam-Dowel Pin
KompatibelOne-Piece Fuel Pump Eccentric M-6287-B302
Nockenwellenschraube – ARP 254-1001
TypCam Bolt, 12-Point Head
Material8740 Chromoly, 190.000 PSI
PassendSmall Block Ford
Steuerkettendeckel (Timing Chain Cover)
MaterialAluminium oder Stahlblech (je nach Ausführung)
DichtungKork/Gummi-Dichtung + RTV an den Übergängen Block/Ölwanne
Drehmoment12–18 ft-lbs (16–24 Nm)
Kurbelwellen-SimmerringIm Timing Cover – vor Montage einpressen!
Harmonic Balancer – Ford Perf. M-6316-D302
Passend302/351W
AuswuchtungNeutral Balance (passend zum Zero-Balance Short Block!)
MaterialBillet-Stahl, Elastomer-Dämpfung
SFISFI 18-1 zertifiziert
Gewicht10.6 lbs (4.8 kg)
Länge3.000" gesamt
Pulley-Montage3- und 4-Bolt Montagelöcher
Timing-MarkierungLasergeritzt, Passenger Side (11 Uhr) + Driver Side (2 Uhr)
MontageMit Einpresswerkzeug (Crank Bolt + Adapter) – NIEMALS mit Hammer!
Drehmoment Zentralschraube70–90 ft-lbs (95–122 Nm)
📖 Anleitung: Timing Cover & Balancer Montage
Kurbelwellen-Simmerring im Cover eingesetzt
Timing Cover montiert, Dichtung + RTV, Schrauben auf Drehmoment
Harmonic Balancer mit Einpresswerkzeug montiert, Schraube auf Drehmoment
Timing Mark am Balancer auf TDC geprüft
💦

10. Wasserpumpe (Water Pump)

Wasserpumpe – Milodon 16230 High Volume Aluminium
TypMechanisch, High Volume (30% mehr Durchfluss als Serie)
MaterialAluminium (leichter als Guss, korrosionsbeständig)
DrehrichtungStandard Rotation (Uhrzeigersinn)
Wellenaufnahme5/8" Shaft Pilot
Einlass1-3/4" (Passenger Side Inlet)
Naben-Höhe5-1/2"
Passend fürFord 289, 302, 351W
ImpellerHigh-Efficiency, enge Toleranzen, balancierte Verteilung
LagerungHeavy-Duty Lager, großer Wellendurchmesser
DichtungPapier-/Verbunddichtung + dünne Schicht Dichtmittel
Drehmoment15–22 ft-lbs (20–30 Nm)
Kühlmittel50/50 Mischung Frostschutz/Wasser
Empfehlung: High-Flow Thermostat verwenden, um den erhöhten Durchfluss nicht zu drosseln.
📖 Anleitung: Wasserpumpe Montage
Dichtflächen gereinigt, neue Dichtung aufgelegt
Wasserpumpe montiert, Schrauben auf Drehmoment (15–22 ft-lbs)
Drehrichtung geprüft (passend zum Riementrieb)

11. Vergaser & Kraftstoffsystem (Carburetor)

Vergaser – DellOrto DRLA 45 Downdraft (4 Stück)
TypDellOrto DRLA 45 – Doppel-Downdraft (Twin-Choke)
Drosseldurchmesser45 mm (je 2 Drosselklappen pro Vergaser)
Anzahl4 Stück → 8 Drosselklappen (eine pro Zylinder)
Choke (Venturi)Verfügbar: 32, 34, 36, 38, 39 mm – Abstimmung nach Bedarf
Max. Kraftstoffdruck3.5 psi (0.25 Bar) – Druckregler erforderlich!
AnsaugbrückeSpezial-Downdraft-Manifold (Hersteller noch offen)
AbstimmungHauptdüse, Leerlaufdüse, Luftkorrekturdüse, Emulsionsrohr, Pumpendüse – alle von oben zugänglich
Vorteil: Einzeldrosselklappen pro Zylinder = sofortiges Ansprechverhalten. Typisch für GT40-Kit-Cars und europäische Sportmotoren.
Alternative: 4-Barrel (Holley 600–750 cfm)
Typ4-Barrel Carburetor (z.B. Holley 600–750 cfm)
DichtungVergaser-Fuß-Dichtung (Carburetor Base Gasket)
Kraftstoffdruck5.5–7.0 psi
DrehmomentHandfest + 1/4 Umdrehung
Kraftstoffpumpe – Facet Red Top 480532 (2 Stück)
TypElektrische Kraftstoffpumpe (Solid-State, kontaktlos)
Anzahl2 Stück (je eine pro Tank)
Druck6.0–8.0 psi (0.4–0.55 Bar)
Fördermenge170 l/h (45 US gal/h) pro Pumpe
Spannung12V DC (nur Minus-Masse!)
Anschlüsse1/4" NPT Innengewinde
Trockensaughöhe610 mm (24")
Maße / Gewicht140 × 54 mm, 700 g pro Pumpe
MTBF6.000 Betriebsstunden
Wichtig: Facet Red Top liefert 6–8 psi – DellOrto DRLA braucht max. 3.5 psi! Druckregler zwingend erforderlich! Empfehlung: Malpassi Filter King. Pumpen möglichst tanknahe, vertikal mit Auslass nach oben montieren.
📖 Anleitung: Vergaser & Kraftstoffsystem
Kraftstoffpumpe montiert, Dichtung + Drehmoment
Kraftstofffilter eingebaut (vor dem Vergaser)
Vergaser-Fußdichtung aufgelegt, Vergaser montiert
Kraftstoffleitungen angeschlossen, auf Dichtheit geprüft

12. Zündanlage (MSD Ignition)

MSD 6AL Zündbox (PN 6420)
TypCapacitive Discharge Ignition (CDI)
FunkenenergieMehrfachfunken bis 3.000 RPM, Einzelfunke darüber
Rev LimiterEingebaut – Soft Touch, einstellbar mit Steckmodulen (100er-Schritte)
Mitgelieferte Module3.000, 6.000, 7.000, 8.000 RPM
Spannung12V – Direkt an Batterie (Plus UND Minus!)
Zylinder-SelectWerksseitig auf 8-Zylinder eingestellt
Wichtig: Keine Massivkern-Zündkabel verwenden! Nur Spiral-Core oder Suppression-Type. Empf. Rev Limiter für diesen Build: 6.500 RPM.
Zündverteiler – MSD 8479 Street Pro-Billet
PNMSD 8479
TypStreet Pro-Billet, Small Diameter (5/8" kleiner als Serie)
PassendFord 289/302
GehäuseCNC-gefrästes Billet-Aluminium + Billet-Basis
WellePolierter Stahl, QPQ-beschichtet, abgedichtetes Kugellager
TriggerMagnetischer Pickup + Präzisions-Reluctor (wartungsfrei)
FliehkraftverstellungChromoly-Stahl, QPQ-beschichtet, einstellbar (Federn + Stop-Bushings)
UnterdruckverstellungJa – Vacuum Advance für Teillast-Verbrauch (kann gesperrt werden)
AntriebszahnradIron Gear (im Lieferumfang)
Kappe/RotorSmall Diameter Cap (HEI-Style) + Race Rotor mitgeliefert
VoraussetzungErfordert MSD 6/7/8-Series Zündbox
CARBE.O. Approved
Hinweis Iron Gear: Das mitgelieferte Iron Gear ist kompatibel mit Hydraulic Roller Cams. Alternative: PN 84791 mit Steel Gear (Melonized QPQ) für höhere Haltbarkeit.
Kappe & Rotor – MSD 84315 Kit
Kit enthältSmall Diameter Cap (PN 8431) + Race Rotor (PN 8467)
AnschlüsseHEI-Style Zündkerzenstecker-Anschlüsse (Messing)
BefestigungScrew-Down (verschraubt, nicht geclipst)
BelüftungBelüftete Kappe (Vented) für Wärmeabfuhr
FarbeRot
Advance Kit – MSD 8464
InhaltSortiment aus Advance-Federn + Advance-Stop-Bushings
Passt fürAlle MSD Billet & Pro-Billet Verteiler
FedernLeicht / Mittel / Schwer – bestimmen Advance-Rate
Bushings5 Größen – begrenzen den max. Fliehkraft-Advance
Ab WerkSchwere (langsame) Federn + Blue Bushing (21°)
Unterdruckverstellung – MSD 8463
TypVacuum Advance Mechanism (Ersatz-Unterdruckdose)
Max. Advancebis 10° bei 15" Hg Unterdruck
AnschlussPorted Vacuum – oberhalb der Drosselklappe!
Hinweis: Bei DellOrto-Vergasern: Unterdruckanschluss ist am Vergaserkoerper vorhanden. Vakuumschlauch zum Verteiler führen.
Zündspule (Ignition Coil)
Teilenummer nachreichen! Typisch für MSD 6AL: MSD Blaster 2 (PN 8202) oder Blaster SS (PN 8207).
📖 Anleitung: Zündeinstellung & Advance-Federn-Tuning
Verteiler eingebaut, Grundeinstellung (Initial Timing)
MSD 6AL Box verkabelt, an Batterie angeschlossen
Advance-Kurve eingestellt (Federn + Bushings)
Rev Limiter gesetzt (empfohlen: 6.500 RPM)

13. Kupplung & Antrieb (Clutch)

Druckplatten-Schrauben – Ford Perf. M-6397-A302
Inhalt6x 8mm Schrauben mit Lock-Washers + 3x Dowel Pins
Gewinde8mm x 1.25 (metrisch!)
Material8740 Chromoly, schwarz oxidiert
Passend für10.5" Diaphragm-Style Kupplung an Ford Perf. Schwungrädern
Drehmoment12–24 ft-lbs (16–33 Nm) – gleichmäßig, kreisförmig!
Wichtig: Dowel Pins verhindern Kupplungsrattern! Schrauben nacheinander je 1 Umdrehung anziehen – NICHT eine komplett festziehen.
Druckplatte montiert, Dowels eingesetzt, Drehmoment 12–24 ft-lbs

14. Antriebsstrang (Drivetrain)

Getriebe – Renault UN1-13 Transaxle
TypRenault UN1-013 (Renault 21 Turbo Basis)
KonfigurationRH Change (Drehrichtung umgekehrt für Mid-Engine)
ModifikationModified 2nd & 3rd Gears, drilled out Oil Ways
Drehmomentgrenze315 Nm (232 lb.ft) Serien-Spec, modifiziert ggf. höher
Standard-Übersetzungen UN1-13
Gang1.2.3.4.5.R
Ratio3.362.051.381.030.823.54
Hinweis: 2. und 3. Gang sind lt. Angabe modifiziert – tatsächliche Ratios am Getriebe prüfen! Die Standard-Werte sind im Simulator voreingestellt und können angepasst werden.
Geplant: Getriebeölkühlung
StatusFittinge bereits am Getriebe nachgerüstet
Noch offenKühler, Leitungen, Thermostat
Differential – Quaife LSD
TypQuaife ATB Torque-Biasing Limited Slip Differential
Achsantrieb3.44:1 (Final Drive)
FunktionHelical Gear, rein mechanisch, wartungsfrei, kein Speziallöl nötig
SperrwirkungProgressiv, drehmomentabhängig (kein abruptes Sperren)
Bereifung – Avon Historic Crossply
Vorderachse
Dimension8.5/23.0 x 15"
Außendurchmesser23.0" (584 mm)
Breite8.5" (216 mm)
Hinterachse
Dimension11.0/25.0 x 15"
Außendurchmesser25.0" (635 mm)
Breite11.0" (279 mm)
Gemeinsam
MischungAvon A24 (Historic Racing Compound)
ProfilCrossply Historic
Felge15" Durchmesser
📈 Geschwindigkeits-Simulator
V-max (5. Gang)
--
V @ Peak Power
--
Rad-Kraft max
--
▬ 1. Gang ▬ 2. Gang ▬ 3. Gang ▬ 4. Gang ▬ 5. Gang ▬ Luftwiderstand

15. Ford Performance Installationshinweise

Quelle: Ford Racing Performance Parts – „Engine Installation and Tuning Tips“ (PDF, lokal archiviert). Diese Checkliste fasst alle Herstellerhinweise zusammen und zeigt den Status für diesen Build.
🕵 Ölsystem – Herstellerhinweise
Ford Performance VorgabeUnser BuildStatus
Priming vor Erststart – Pflicht!Melling PT11 Priming Tool + Anleitung
Ölwanne min. 7 qt KapazitätWanne noch zu spezifizieren⚠ Prüfen
4-Richtungen-Schwallbleche (Road Race)Wanne mit Baffles wählen⚠ Prüfen
Windage TrayEmpfohlen, für Track Pflicht⚠ Bestellen
Pickup-Abstand .250"–.375" vom BodenMessfeld vorhanden, Anleitung vorhanden
Pickup-Sieb: Wire Mesh, nicht perforiertes BlechHinweis eingearbeitet
Ölkühler: Ausreichend dimensioniert, keine RestriktionenKostenneutral (vorhanden)
Ölleitungen: Ausreichend groß, wenig BögenPrüfen bei Montage⚠ Prüfen
Nie gebrauchten Ölkühler wiederverwenden!⚠ Prüfen
Durchflussrichtung beachten (One-Way-Systeme)Bei Montage prüfen⚠ Prüfen
⚠ Ford Performance Warnung für Cobra/GT40 Replicas:Many Cobra replica kit cars use components that are too restrictive.“ – Ölleitungen, Remote-Filter und Kühler müssen ausreichend dimensioniert sein. Unterdimensionierte Ölleitungen sind die häufigste Fehlerquelle bei Replicas!
⚡ Zündsystem – Herstellerhinweise
Ford Performance VorgabeUnser BuildStatus
Total Timing 5.0L (302): 36–38°Empf. 32–36° (9.8:1 CR, konservativer)
Vacuum Advance an Ported Vacuum (nicht Manifold!)MSD 8479 + Ported Vacuum dokumentiert
Zündkabel-Routing: Inductive Crossfire vermeidenNoch nicht dokumentiert❌ Ergänzen
Verteilerzahnrad: Material passend zur NockenwelleMSD 8479: Iron Gear für Hyd. Roller ✔
Falsche Höhe des Verteilerzahnrads vermeidenMSD Werks-Einstellung, nicht verändert
Crossfire-Vermeidung (Zündkabel-Routing): Kabel von Zündfolge-benachbarten Zylindern nicht nebeneinander verlegen! SBF-Zündfolge: 1-5-4-2-6-3-7-8. Kabel von Zylinder 5 und 4 (bzw. 3 und 7) müssen getrennt geführt werden. Kreuzungen im 90°-Winkel minimieren induktive Kopplung.
⛽ Kraftstoffversorgung – Herstellerhinweise
Ford Performance VorgabeUnser BuildStatus
Kraftstoffdruck bei Peak HP aufrechterhalten2x Facet Red Top + Druckregler
Druckregler: DellOrto max. 3.5 psi, Facet liefert 6–8 psiDruckregler-Warnung dokumentiert
Pumpe schwerkraftgespeist montieren (nicht saugend)Facet: vertikal, tanknahe, Auslass oben
Kraftstoff durch Filter drücken, nicht saugenFilter nach Pumpe, vor Druckregler
BSFC ~0.5 lb/HP für Dimensionierung2x Facet = ~120 l/h total, ausreichend
Tankbaffles vorhanden?Prüfen (je 1 Pumpe pro Tank)⚠ Prüfen
Höhenlage, Temperatur & Kraftstoff beeinflussen BedüsungDellOrto: Jetting nach Streckenhöhe⚠ Tuning
Ford Performance Jetting-Hinweis: Oktanzahl, Außentemperatur und Höhenlage beeinflussen die Gemischbildung erheblich. Beispiel (750 CFM Holley): Bei 6.000 ft Höhe müssen die Jets um 8 Stufen magerer sein als auf Meeresniveau. Für DellOrto-Vergaser gilt analog: Hauptdüse und Leerlaufdüse bei großen Höhen- oder Temperaturänderungen prüfen. Spa (300 m ü. NN) ≠ Pannoniaring (180 m).
🌡 Kühlsystem – Herstellerhinweise
Ford Performance VorgabeUnser BuildStatus
Höhere Leistung = mehr KühlkapazitätMilodon 16230 High-Volume Wasserpumpe
Befüllpunkt = höchster Punkt! Sonst Lufttaschen → Hot Spots → MotorschadenGT40: Prüfen! Kühler oft tief❌ Prüfen
Riemenscheiben: Richtige Größe (Underdrive = zu wenig Durchfluss)Serien-Ratio oder leichtes Overdrive⚠ Prüfen
Kühlerfläche ausreichend für MotorleistungKühler-Dimensionierung prüfen⚠ Prüfen
Lüfter + Shroud: Luftdurchsatz ausreichendShroud erhöht Effektivität massiv⚠ Prüfen
Kühler-Position: Luftstrom bei verschiedenen GeschwindigkeitenGT40: Heck-Kühler, Luftführung prüfen⚠ Prüfen
⚠ Kritisch für GT40: Der Einfüllpunkt des Kühlsystems muss der höchste Punkt sein! Im GT40 liegt der Motor hinter dem Fahrer – je nach Kühler-Routing können Lufttaschen entstehen, die zu lokaler Überhitzung führen. Lösung: Ausgleichsbehälter am höchsten Punkt des Kühlkreislaufs montieren und System bei der Erstbefüllung mehrfach entlüften.
⚙ Schwungrad & Getriebe – Herstellerhinweise
Ford Performance VorgabeUnser BuildStatus
Schwungrad muss zum Balance Factor passen!M-6009-302 = Zero Balance → Zero-Balance Schwungrad Pflicht✔ Dokumentiert
Falsche Getriebewellenlänge kann Kurbelwelle nach vorn drücken → Axiallager-SchadenUN1-13 Adapter prüfen⚠ Prüfen
Axiallager-Schaden passiert in Sekunden!Axialspiel messen (Messfeld vorhanden)
Ford Performance:Damage to the thrust bearing can happen in seconds!“ – Bei der Kupplung des UN1-13 an den 302 unbedingt die Stack-Up Height und die Freistellung der Kurbelwelle prüfen. Die Kupplungsgabel darf die Kurbelwelle niemals nach vorn drücken.
🔧 Allgemeine Warnungen – Herstellerhinweise
Ford Performance VorgabeUnser BuildStatus
Keine Fremdteile in den Ansaugtrakt fallen lassen!Ansaugöffnungen abdeckenAchtsamkeit
Gebrauchte Ansaugbrücke NICHT wiederverwenden (Bruchstücke!)Neuer Aufbau, alle Teile neu
Ansaugbrücken-Schrauben NICHT überdrehen! 302/351W: KopfdichtungsproblemeDrehmoment-Anleitung vorhanden
Verteiler-Zahnrad: Iron Gear für Flat Tappet, Steel/Iron für Hyd. RollerMSD 8479: Iron Gear für Roller ✔
Kein Sandstrahlen von EFI-AnsaugbrückenNicht relevant (DellOrto-Vergaser)n/a
📈 Prüfstands-Korrekturfaktoren (SAE J1349 vs. J607)

Ford Performance gibt Leistungswerte ihrer Pushrod Crate Engines nach SAE J607 („Racer Corrected“) an – korrigiert auf 60°F (15,6°C) und 29.92" Hg. Diese Werte sind ca. 4% höher als SAE J1349 („SAE“), welche auf 77°F (25°C) und 29.31" Hg korrigiert und 85% mechanischen Wirkungsgrad berücksichtigt.

KorrekturfaktorTemperaturDruckErgebnis
SAE J607 (Racer Corrected)60°F (15,6°C)29.92" HgHöhere Werte (~4% mehr)
SAE J1349 (SAE Standard)77°F (25°C)29.31" HgRealistischere Werte
Praxis: Wenn Sie auf einem Prüfstand landen, fragen Sie nach dem Korrekturfaktor. SAE J1349 ist der realistischere Standard. Ford Performance Katalog-Angaben für den M-6009-302 sind wahrscheinlich J607-korrigiert – reale Leistung auf dem Prüfstand wird ~4% niedriger sein.
Gesamtbewertung: Von 25+ Herstellervorgaben sind die meisten eingearbeitet oder übertroffen. Offene Punkte betreffen hauptsächlich Fahrzeug-spezifische Prüfungen (Ölwanne, Kühlung, Leitungen), die erst bei der physischen Montage im Chassis verifiziert werden können.
🏁

16. Streckenanalyse & Fahrzeugeinschätzung

Fahrzeug: TSC GT40 Kit Car | ~1.050 kg | ~340–360 BHP (254–268 kW) | ~324–343 BHP/t | Crossply-Reifen (Avon A24) | Kein ABS/TC/ESP | Schaltgetriebe UN1-13
🇭🇺 Pannoniaring (Ostffyasszonyfa, Ungarn)
Länge4.740 m
Kurven18 (11R / 7L)
Breite11–13 m
Längste Gerade700 m (Start/Ziel)
HöhendifferenzGering (flaches Gelände)
FahrtrichtungUhrzeigersinn
Einschätzung für den GT40
AspektBewertung
V-max auf Geraden~220–235 km/h (4. Gang, kurz 5.)
Vorherrschende Gänge2.–4. Gang (kurvenreich)
BremsbelastungMittel – viele Brems-/Beschleunigungszyklen
MotoranforderungGute Gasannahme, Drehmoment aus Teillast (DellOrto-Stärke)
ReifenCrossply erträglich – kein extremes Tempo in Kurven
KühlungUnkritisch – flach, kurze Volllast-Phasen
Gesamtbewertung: Ideal zum Einfahren. 18 Kurven auf 4,7 km = technisch anspruchsvoll, aber moderate Geschwindigkeiten. Großzügige Gravel Traps. Perfekte Strecke, um Motor, Getriebe und Bremsen unter kontrollierten Bedingungen zu testen. Empfohlen als erste Strecke nach dem Aufbau.
🇸🇰 Slovakiaring (Orechová Potôň, Slowakei)
Länge5.922 m (Grand Prix Circuit)
Kurven14–16 (je nach Layout)
Breite12 m
Längste Gerade900 m (Start/Ziel)
Drag Strip1.144 m (separater Bereich)
Höhendifferenz4 künstliche Kuppen
Einschätzung für den GT40
AspektBewertung
V-max auf Geraden~240–260 km/h (5. Gang auf 900m-Gerade)
Vorherrschende Gänge3.–5. Gang (schneller Charakter)
BremsbelastungHoch – harte Verzögerung aus Hochgeschwindigkeit
MotoranforderungVolle Leistung gefragt, lange Vollgasphasen
ReifenKritisch! Kuppen bei Hochgeschwindigkeit destabilisieren Crossply-Reifen
KühlungErhöht – lange Volllast, Öltemperatur überwachen
Gesamtbewertung: Schnelle Strecke, anspruchsvoll. Die 900m-Gerade nutzt die volle Motorleistung. Aber die 4 künstlichen Kuppen bei hohen Geschwindigkeiten (Hinterachse wird leicht – Reifenverlust!) sind mit Crossply-Reifen ernst zu nehmen. Bremskühlung muss stimmen. Erhöhte Aufmerksamkeit bei der Öltemperatur (Getriebeölkühler hier besonders wertvoll). Empfohlen: konservativ starten, Kuppen mit Respekt.
🇨🇿 Brno / Masaryk Circuit (Tschechien)
Länge5.403 m
Kurven14 (8R / 6L)
Breite15 m
Längste Gerade636 m
Höhendifferenz73,75 m (!)
Max. Steigung7,5% über 917 m
Max. Gefälle5% über 410 m
BelagNeu asphaltiert 2025 (High-Grip)
Einschätzung für den GT40
AspektBewertung
V-max auf Geraden~210–230 km/h (4. Gang, Gerade bergauf begrenzt)
Vorherrschende Gänge2.–4. Gang (ständiger Wechsel wg. Höhenprofil)
BremsbelastungSehr hoch! Lange Gefällstrecken + harte Verzögerung
MotoranforderungDrehmoment bergauf entscheidend – 302 mit XE274HR ideal
ReifenHerausfordernd! Gewichtsverlagerung bergab/bergauf + Crossply = spürbares Eigenlenkverhalten
KühlungKritisch! Bremstemperatur + Motoröl bergauf unter Volllast
Gesamtbewertung: Die Entwicklungsstrecke. 73,75 m Höhenunterschied testen alles: Bremsen (Fading-Risiko bergab!), Motorschmierung (Öldruck in Kurven prüfen – Windage Tray empfohlen), Kühlung, Reifenmanagement. Der drehmomentstarke 302 profitiert bergauf massiv. Bremskühlung und Öltemperatur-Überwachung sind Pflicht. Neuer High-Grip-Belag (2025) hilft den Crossply-Reifen. Exzellent zum Feintuning des Setups.
🇧🇪 Spa-Francorchamps (Stavelot, Belgien)
Länge7.004 m
Kurven19 (10L / 9R)
Längste Gerade~1.050 m (Kemmel Straight)
Höhendifferenz102 m (!)
SchlüsselstelleEau Rouge / Raidillon (17% Steigung!)
WetterLegendaer unberechenbar (Ardennen)
Einschätzung für den GT40
AspektBewertung
V-max Kemmel Straight~245–260 km/h (5. Gang, GT-Niveau ~280 km/h möglich)
Vorherrschende GängeAlle 5 Gänge – La Source (2.) bis Kemmel (5.)
Eau Rouge/RaidillonSchlüssel! Voller Commitment nötig. 17% bergauf, Kompression am Fuß. Crossply verlieren hier Grip durch Gewichtsverlagerung.
BremsbelastungExtrem – Les Combes nach Kemmel, Bus Stop Chicane
ReifenGrößte Herausforderung! Blanchimont bei ~220 km/h mit Crossply = volles Vertrauen nötig
WetterEs kann in einem Streckenteil regnen und im anderen trocken sein (Mikroklima Ardennen)
Gesamtbewertung: Das Ziel. Spa ist die Königsdisziplin. 7 km, 102 m Höhenunterschied, Eau Rouge, Blanchimont – hier wird der GT40 zu dem, wofür er gebaut wurde. Die 1.050 m Kemmel Straight fordern die volle Motorleistung im 5. Gang. Alle Kühlungssysteme müssen perfekt funktionieren. Crossply-Reifen in Eau Rouge und Blanchimont erfordern Erfahrung und Steigerung über mehrere Sessions. Spa-Wetter: immer Regenreifen im Gepäck.
Streckenvergleich & Empfohlene Reihenfolge
StreckeLängeKurvenHöhe ΔV-maxSchwierigkeit
Pannoniaring4.740 m18gering~230★★☆☆☆
Slovakiaring5.922 m14–16Kuppen~255★★★☆☆
Brno5.403 m1473,75 m~225★★★★☆
Spa7.004 m19102 m~255★★★★★
Empfohlene Steigerung
1. Pannoniaring → Einfahren, Systeme prüfen, Grundvertrauen aufbauen
2. Slovakiaring → Hochgeschwindigkeits-Erfahrung, Bremsen unter Last
3. Brno → Höhenprofil-Erfahrung, Setup-Feintuning, Bremsmanagement
4. Spa → Königsdisziplin, alle Systeme bewährt
Kritische Punkte für alle Strecken
Crossply-Reifen: Der größte limitierende Faktor. Crossply-Reifen bauen langsamer Grip auf, verlieren ihn abrupter und haben weniger laterale Steifigkeit als Radialreifen. Bei Hochgeschwindigkeitskurven und Kuppen besonders spürbar. Immer vom Limit her steigern, nie umgekehrt.
Bremsen: Ohne ABS muss der Bremsdruck dosiert werden. Brake Fading bei Gefällstrecken (Brno, Spa) vorbeugen: hochwertige Bremsbeläge, Bremskühlung, Bremsflüssigkeit DOT 5.1 oder Racing.
Ölversorgung: Hohe Querbeschleunigung in langen Kurven kann Öldruck-Schwankungen verursachen. Windage Tray und Ölstandskontrolle vor jeder Session.
Getriebeöl: UN1-13 wird heiß – Getriebeölkühler vor Spa unbedingt installieren.
💰

17. Teilekatalog & Kostenübersicht

Basis-Motor (Short Block)
TeilenummerBeschreibungPreis (USD)
M-6009-302Ford Perf. 302 BOSS Short Block (geschm. Internals, Zero Bal.)$5.200,00
MSRP lt. Ford Performance. Nicht direkt bei Summit Racing gelistet – über Ford Performance Händler bestellen.
Zylinderkoepfe & Ventiltrieb (CNC Motorsports) – geliefert
Teilenr.BeschreibungPreis
AFR-1399AFR 165cc Renegade Heads, 58cc, Spring Upgrade #8605$2.432,59
CCA-35-518-8COMP Cams XE274HR Xtreme Energy Hyd. Roller Cam$549,95
MRL-5327Morel 5327 HLT Hydraulic Roller Lifters$710,95
CCA-1632-16COMP Ultra Pro Magnum Roller Rockers 1.6:1$476,95
ARP-154-4003ARP 1/2-13 Head Studs, 8740 Chromoly, 200k PSI$148,07
CCA-4600-16COMP Polylock Adjusting Nuts 7/16" (16 St.)$65,95
CNC-TC6878CNC Motorsports Checking Pushrod 6.800"–7.800"$29,95
Summe CNC Motorsports: $4.414,41
Motorkomponenten (Summit Racing Bestellung)
Teilenr.BeschreibungPreis
M-6051-CP331Ford Perf. Kopfdichtung (0.040", 9.0cc, 4.160")$172,99
M-6600-D2Ford Perf. High Volume Ölpumpe$63,99
M-6605-B302Ford Perf. Ölpumpen-Antriebswelle (Chromoly)$39,99
M-6268-A302Ford Perf. Double Roller Timing Chain Set$193,99
M-6316-D302Ford Perf. Harmonic Balancer (SFI, Neutral Bal.)$400,99
M-6397-A302Ford Perf. Kupplungs-Schrauben & Dowel Kit$23,99
ARP 254-1001ARP Cam Bolt (12-Point, Chromoly)$3,99
FEL-1250Fel-Pro 1250 Intake Manifold Gasket Set$35,99
MIL-16230Milodon High Volume Aluminium Wasserpumpe$146,95
Summe Motorkomponenten: $1.082,88
Mess- & Montagewerkzeuge (Summit Racing Bestellung)
Teilenr.BeschreibungPreis
TFS-90000-16Trick Flow Cam Degree Kit (komplett)$123,99
PRO-66838Proform Cam Checker Tool$99,99
MOR-62191Moroso Pro Degree Wheel$89,11
CCA-4798COMP Cams Crankshaft Socket$59,95
SUM-900061-SSummit Racing Dial Indicator Stand$44,99
PRO-66781Proform Valve Lash Adjusting Wrench$31,99
MEL-PT11Melling Engine Priming Tool$25,99
CLE-MPG1Clevite Plastigage Grün (0.001"–0.003")$2,99
CLE-MPR1Clevite Plastigage Rot (0.002"–0.006")$3,99
Summe Werkzeuge: $483,00
Kostenneutral (wiederverwendet vom alten Motor)
KomponenteBeschreibungPreis
DellOrto DRLA 454x Downdraft-Vergaser + Ansaugbrücke$0 (vorhanden)
MSD Zündanlage6AL Box, Verteiler, Spule, Cap/Rotor, Advance Kit$0 (vorhanden)
Ölkühler + LeitungenÖlkühler, AN-Leitungen, Fittinge$0 (vorhanden)
Fittinge & AdapterDiverse AN-Fittinge, Adapter$0 (vorhanden)
Short Block (MSRP Ford Performance)$5.200,00
Koepfe & Ventiltrieb (CNC Motorsports)$4.414,41
Motorkomponenten (Summit Racing)$1.082,88
Werkzeuge (Summit Racing)$483,00
Kostenneutral (Vergaser, MSD, Ölkühler, Fittinge)$0,00
GESAMT$11.180,29
Ohne: Versandkosten, Zölle/Einfuhrumsatzsteuer, Pushrods (noch zu bestellen)
📝

18. Allgemeine Notizen

Block & Kurbeltrieb – Messanleitung

Benötigte Werkzeuge & Arbeitsmittel

Vorbereitung

A) Hauptlagerspiel messen (Plastigage)

1Untere Lagerschalen in die Main Caps einlegen (Nase in die Nut, kein Öl auf die Lagerfläche).
2Obere Lagerschalen in den Block einlegen.
3Kurbelwelle vorsichtig auf die oberen Schalen legen.
4Plastigage-Streifen auf den Hauptlagerzapfen legen – quer zur Kurbelwelle, über die volle Breite des Zapfens. Nicht auf den Ölkanal!
5Main Cap aufsetzen und Schrauben auf Soll-Drehmoment anziehen. Kurbelwelle dabei NICHT drehen!
6Cap wieder abnehmen. Die Breite des gequetschten Plastigage-Streifens mit der Skala auf der Verpackung vergleichen → ergibt das Lagerspiel.
7Messwert notieren. Plastigage-Reste vollständig entfernen.
8Für jedes der 5 Hauptlager wiederholen.
Tipp: Falls das Spiel außerhalb der Toleranz liegt, andere Lagerschalenstärke (Standard / 0.001" / 0.002" Undersize) verwenden. Niemals an der Lagerschale feilen oder schleifen!

B) Kurbelwellen-Axialspiel messen (Crankshaft Endplay)

1Kurbelwelle montiert, alle Main Caps auf Drehmoment. Lagerstellen mit Assembly Lube geschmiert.
2Messuhr am Block befestigen (Magnetständer), Taster axial gegen die Kurbelwellenflange oder ein Gegengewicht anlegen.
3Kurbelwelle mit dem Schraubendreher ganz nach vorne drücken (Richtung Steuerkettenrad).
4Messuhr auf Null stellen.
5Kurbelwelle ganz nach hinten drücken (Richtung Schwungrad).
6Messuhr ablesen → ergibt das Axialspiel.
Sollwert: 0.004"–0.008" (0.10–0.20 mm). Gesteuert durch die Thrust Bearing Schale (Position 3 beim SBF 302).

C) Nockenwellen-Axialspiel messen (Camshaft Endplay)

1Nockenwelle eingebaut, Thrust Plate montiert und verschraubt.
2Messuhr am Block, Taster axial gegen das vordere Nockenwellenende.
3Nockenwelle ganz nach vorne und nach hinten bewegen.
4Differenz ablesen → Axialspiel.
Sollwert: 0.004"–0.009" (0.10–0.23 mm). Gesteuert durch die Thrust Plate.

Kolben & Pleuel – Messanleitung

Benötigte Werkzeuge & Arbeitsmittel

Vorbereitung

A) Pleuellagerspiel messen (Rod Bearing Clearance)

1Lagerschale in den Pleuelfuß und in den Pleueldeckel einlegen (Nase in die Nut, kein Öl).
2Plastigage-Streifen auf den Pleuellagerzapfen der Kurbelwelle legen – quer über die volle Zapfenbreite.
3Pleueldeckel aufsetzen und Schrauben auf Soll-Drehmoment anziehen. Kurbelwelle dabei NICHT drehen!
4Deckel abnehmen. Plastigage-Breite mit Skala vergleichen → Lagerspiel.
5Messwert unten eintragen. Plastigage-Reste vollständig entfernen.
6Für alle 8 Zylinder wiederholen.

B) Ring End Gap messen

1Ring (ohne Kolben) in den Zylinder einsetzen, für den er vorgesehen ist.
2Ring mit einem umgedrehten Kolben gerade in den Zylinder drücken (ca. 1" unter Oberkante, wo die Bohrung am repräsentativsten ist).
3Mit der Fühlerlehre den Spalt zwischen den Ringenden messen.
4Messwert unten eintragen. Für jeden Ring (Top Ring + Second Ring) in jedem Zylinder einzeln messen.

C) Ring End Gap anpassen (bei Bedarf)

1Ist der Gap zu klein: Ring in die Ring File einspannen und Material gleichmäßig von beiden Enden abnehmen.
2Nur wenig auf einmal feilen – immer wieder im Zylinder nachmessen.
3Nach dem Feilen: Grat an den Ringenden mit feinem Schleifpapier (400er) vorsichtig entfernen.
Achtung: Ring End Gaps werden immer im tatsächlichen Zylinder gemessen, nicht außerhalb! Jeder Zylinder kann ein minimal anderes Maß haben. Zu kleiner Gap → Ring kann bei Betriebstemperatur auf Stoß gehen und brechen. Zu großer Gap → erhöhter Blowby.

D) Ring Clocking beim Einbau

Die Ringstöße werden versetzt zueinander positioniert, um den Gasdurchlass zu minimieren. Herstellerangaben beachten – typisch:

Zylinderkopf-Montage – Vollständige Anleitung

Benötigte Werkzeuge & Arbeitsmittel

Vorbereitung

Schritt 1: Zylinderkopfdichtung auflegen

Schritt 2: Zylinderkopf aufsetzen

Schritt 3: Kopfschrauben vorbereiten (1/2-13 UNC)

Wichtig: BOSS-Block + AFR #1399 verwenden 1/2" Kopfschrauben (M-6065-BOSS oder M-6014-BOSS). Untere Schrauben (Position 6–10) ragen in den Wassermantel! Diese Gewinde mit ARP Thread Sealant oder Loctite 567 bestreichen. Obere Schrauben (Position 1–5) + Unterlegscheiben mit ARP Moly Lube schmieren (Gewinde + Auflagfläche unter dem Kopf).

Schritt 4: Kopfschrauben anziehen (3-Stufen-Verfahren)

1Alle Schrauben in der vorgeschriebenen Reihenfolge auf 35 ft-lbs
2Alle Schrauben in derselben Reihenfolge auf 55 ft-lbs
3Obere (1–5): 80 ft-lbs  |  Untere (6–10): 70 ft-lbs
Anzugsreihenfolge (Draufsicht, Auslassseite oben):

  ( 9 )  ( 5 )  ( 1 )  ( 3 )  ( 7 )  ← OBERE REIHE (80 ft-lbs)
  (10)  ( 6 )  ( 2 )  ( 4 )  ( 8 )  ← UNTERE REIHE (70 ft-lbs + Sealant)

            VORNE →→→ HINTEN

Schritt 5: Quench-Abstand messen (Lötdraht-Methode)

Ziel: 0.035" – 0.045"
12–3 kurze Stücke Lötdraht (ca. 1" lang) mit etwas Fett auf den Quench-Bereich des Kolbenbodens kleben (flacher Bereich, nicht in der Ventiltasche).
2Kurbelwelle langsam über OT drehen – der Lötdraht wird zwischen Kolben und Kopf gequetscht.
3Kopf abnehmen. Gequetschten Lötdraht mit Bügelmessschraube oder Messschieber messen → ergibt den tatsächlichen Quench-Abstand.
4Für alle 8 Zylinder wiederholen (Kopf muss dafür jedes Mal abgenommen und wieder montiert werden, oder alle Zylinder einer Seite gleichzeitig messen).
Alternative: Piston-to-Deck mit Messuhr messen (ohne Kopf) und die compressed Gasket Thickness addieren. Weniger genau, aber zerstörungsfrei.

Schritt 6: Piston-to-Valve Clearance prüfen (Knete-Methode)

Mindestwerte: Einlass ≥ 0.080"  |  Auslass ≥ 0.100"
Zwingend erforderlich bei XE274HR (hoher Ventilhub: 0.555"/0.565")
1Leichte Ventilfedern einbauen (Checking Springs) oder die Federn ohne Shims/mit weniger Vorspannung montieren. Die Federn müssen die Ventile schließen, aber wenig Kraft haben.
2Modelliermasse (ca. 8–10mm dick) auf den Kolbenboden legen – jeweils über den Einlass- und Auslass-Ventiltaschen.
3Zylinderkopf mit Dichtung montieren, Schrauben leicht anziehen (muss nicht auf volles Drehmoment).
4Kipphebel und Pushrods montieren.
5Kurbelwelle mindestens 2 volle Umdrehungen von Hand drehen. Die Ventile drücken in die Knete und hinterlassen einen Abdruck.
6Alles wieder demontieren. Knete vorsichtig entnehmen.
7Knete am dünnsten Punkt mit dem Messschieber messen → ergibt den Mindestabstand Kolben–Ventil.
Falls Clearance zu gering: Ventiltaschen vertiefen lassen, dickere Dichtung, oder Nockenwellensteuerzeiten anpassen. Niemals mit zu wenig Clearance fahren!

Referenz: Nockenwelle (Daten siehe Sektion 2)

Ventilhub (1.6 Kipphebel)Einl: 0.555" / Ausl: 0.565"

Ventiltrieb – Einstellanleitung

Benötigte Werkzeuge & Arbeitsmittel

Vorbereitung

A) Pushrod-Länge ermitteln (Checking Pushrod)

1Motor so drehen, dass der betreffende Lifter auf dem Grundkreis steht (Ventil geschlossen).
2Checking Pushrod auf eine geschätzte Länge einstellen und einsetzen.
3Kipphebel montieren, Einstellmutter leicht anziehen – gerade so, dass kein Fühlbares Spiel mehr vorhanden ist (Nullspiel / Zero Lash).
4Ventilspitze mit Filzstift einfärben.
5Motor einmal von Hand über den vollen Hub des Nockens drehen.
6Sweep Pattern auf der Ventilspitze prüfen:
7Checking Pushrod anpassen und Schritte 4–6 wiederholen, bis das Sweep Pattern stimmt.
8Länge der Checking Pushrod ablesen und notieren.
9Für Einlass und Auslass getrennt ermitteln – die Längen können unterschiedlich sein!
Tipp: Die korrekte Pushrod-Länge ergibt sich aus Lifter, Block Deck, Kopf, Dichtung, Kipphebel und Ventil. Es gibt keinen „Standardwert“ – immer messen!

B) Lifter Preload einstellen (Hydraulic Roller)

1Motor so drehen, dass der Lifter auf dem Grundkreis steht.
2Endgültige Pushrod einsetzen. Kipphebel montieren.
3Einstellmutter langsam anziehen und dabei die Pushrod mit den Fingern drehen.
4Sobald sich die Pushrod nicht mehr drehen lässt → Nullspiel (Zero Lash) ist erreicht.
5Ab diesem Punkt die Einstellmutter 1/4 bis 3/4 Umdrehung weiterdrehen → das ist die Plunger-Vorspannung (Preload).
6Kontermutter oder Poly-Lock festziehen (Einstellmutter dabei nicht verdrehen!).
7Für alle 16 Ventile wiederholen (jeweils auf Grundkreis drehen!).
Einfache Methode – EO/IC: Statt für jeden Zylinder einzeln auf den Grundkreis zu drehen, kann man die „EO/IC“-Methode nutzen: Wenn das Auslassventil gerade öffnet (Exhaust Opening), den Einlass einstellen. Wenn das Einlassventil gerade schließt (Intake Closing), den Auslass einstellen.

Ansaugspinne – Montageanleitung

Benötigte Werkzeuge & Arbeitsmittel

Vorbereitung

Montage

1Port-Dichtungen (links/rechts) trocken auflegen.
2Vordere und hintere Enddichtung: Kork-Dichtungen weglassen! Stattdessen eine 5–6 mm Raupe RTV-Silikon auf den Block auftragen.
3An den Übergängen Port-Dichtung / RTV eine kleine Menge RTV zusätzlich auftragen (Eckbereiche).
4Ansaugspinne vorsichtig und gerade aufsetzen. Nicht verschieben!
5Alle Schrauben handfest eindrehen.

Drehmoment (3-Stufen-Verfahren)

1Alle Schrauben in Reihenfolge auf 5 ft-lbs
2Alle Schrauben in Reihenfolge auf 12 ft-lbs
3Endwert: alle Schrauben auf 18 ft-lbs

Anzugsreihenfolge

Draufsicht (vorne = links):

  (11)  ( 1 )  ( 5 )  ( 9 )  ( 3 )
  ( 7 )                           ( 8 )  ← Zündverteiler
  ( 4 )  (10)  ( 6 )  ( 2 )  (12)
Praxistipp: RTV benötigt ca. 15–20 Minuten Ablüftzeit bevor die Spinne aufgesetzt wird (Herstellerangaben beachten). Nach der Montage 24 Stunden aushärten lassen, bevor Kühlmittel eingefüllt wird.

Zündkerzen – Einbauanleitung

Benötigte Werkzeuge & Arbeitsmittel

Spezifikation

EmpfohlenAutolite 3924
AlternativenNGK FR5 / Champion RC9YC
Gewinde14mm, 0.750" (Long Reach)
SitzformDichtscheibe (Gasket Seat) – kein konischer Sitz!
Elektrodenabstand0.045"
Drehmoment15 – 22 ft-lbs

Vorbereitung

Einbau

1Anti-Seize hauchdünn auf die ersten 2–3 Gewindegänge der Zündkerze auftragen. Nicht auf die Elektrode oder Dichtfläche!
2Zündkerze von Hand eindrehen (mit Verlängerung und Gummischlauch, falls schwer zugänglich). Mindestens 3–4 volle Umdrehungen von Hand, um Quereindrehen auszuschließen.
3Mit Drehmomentschlüssel auf 15–22 ft-lbs anziehen.
Achtung Aluminiumgewinde: Zündkerzen immer in den kalten Kopf eindrehen. Niemals mit Gewalt – bei Widerstand zurückdrehen und erneut versuchen. Beschädigte Gewinde in Aluminium sind aufwendig zu reparieren (HeliCoil).

Ölsystem – Montageanleitung

Benötigte Werkzeuge & Arbeitsmittel

Vorbereitung

A) Ölpumpe montieren

1Ölpumpe auf die Befestigungsstelle am Block / Hauptlagerdeckel setzen.
2Pumpenantriebswelle (Intermediate Shaft) einsetzen – muss korrekt in die Nockenwellen-Verzahnung greifen.
3Befestigungsschraube(n) auf Drehmoment anziehen.
4Pumpendrehung von Hand prüfen – muss sich leicht drehen lassen.

B) Pickup montieren

1Pickup-Rohr an die Pumpe montieren (Press-Fit oder verschraubt).
2Pickup-to-Pan Clearance prüfen: Ölwanne trocken auflegen und den Abstand zwischen Pickup-Sieb und Wannenboden messen. Soll: 3/8" – 1/2".
3Bei falschem Abstand: Pickup nachjustieren (vorsichtig biegen oder Shims verwenden).
Wichtig: Zu weit weg = Pumpe saugt Luft bei niedrigem Ölstand oder hoher Querbeschleunigung. Zu nah = Pumpe kann Öl nicht frei ansaugen.

C) Ölwanne montieren

1Seitendichtungen auflegen (oder durchgehend RTV verwenden).
2Vordere und hintere Enddichtungen: RTV-Raupe auf den Block auftragen, Übergänge zu den Seitendichtungen ebenfalls mit RTV versiegeln.
3Ölwanne vorsichtig aufsetzen und alle Schrauben handfest eindrehen.
4Schrauben im Kreuzverfahren (von der Mitte nach außen) auf 10–12 ft-lbs anziehen.

D) Motor vorölen (Priming)

1Motoröl einfüllen (korrekte Menge und Viskosität).
2Zündverteiler entfernen (oder Priming Tool direkt einsetzen).
3Priming Shaft in die Pumpenwellenbohrung einsetzen.
4Mit Bohrmaschine (im Uhrzeigersinn, SBF) drehen, bis Öldruck aufgebaut ist und Öl an allen Kipphebeln austritt.
5Kurbelwelle dabei mehrfach 90° weiterdrehen, damit alle Lagerkanäle versorgt werden.
Niemals den Motor ohne Vorölung starten! Die Lagerstellen, Lifter und der Ventiltrieb brauchen Öldruck bevor der Motor zündet.

Timing Cover & Balancer – Montageanleitung

Benötigte Werkzeuge & Arbeitsmittel

Vorbereitung

A) Timing Cover montieren

1Simmerring in das Timing Cover einpressen (bündig, nicht schief). Lippe muss nach innen zeigen (zum Motor).
2Dichtung trocken auf den Block legen oder dünn mit Dichtmittel fixieren.
3An den Übergängen zur Ölwanne eine RTV-Raupe auftragen.
4Cover vorsichtig über die Kurbelwellennase schieben und gleichmäßig andrücken.
5Schrauben auf 12–18 ft-lbs anziehen.
Tipp: Beim Aufschieben des Covers den Simmerring mit etwas Öl benetzen und darauf achten, dass die Dichtlippe nicht umklappt.

B) Harmonic Balancer montieren

1Kurbelwellennase und Balancer-Bohrung leicht einölen.
2Balancer auf die Kurbelwelle setzen – Keilnut (Woodruff Key) muss ausgerichtet sein.
3Mit dem Einpresswerkzeug den Balancer gleichmäßig auf die Kurbelwelle ziehen. NIEMALS mit dem Hammer aufschlagen!
4Zentralschraube mit 70–90 ft-lbs anziehen (Herstellerangabe beachten).
5Timing Mark am Balancer prüfen: Muss mit der TDC-Markierung am Timing Cover übereinstimmen, wenn Zylinder 1 auf OT steht.
Achtung: Ein Hammerschlag kann den Schwingungsdämpfer beschädigen (Gummischicht zwischen Nabe und äußerem Ring) und die Kurbelwelle / Hauptlager belasten.

Wasserpumpe – Montageanleitung

Benötigte Werkzeuge & Arbeitsmittel

Vorbereitung

Montage

1Dünne Schicht Dichtmittel auf beide Seiten der Dichtung auftragen.
2Dichtung(en) auf die Anschraubfläche legen.
3Wasserpumpe aufsetzen und alle Schrauben handfest eindrehen.
4Schrauben im Kreuzverfahren auf 15–22 ft-lbs anziehen.
5Kühlschläuche anschließen, Schellen festziehen.
Tipp: Schraubenlängen können unterschiedlich sein! Vorher Positionen markieren oder die Schrauben auf einem Karton in der richtigen Anordnung sortieren.

Vergaser & Kraftstoffsystem – Montageanleitung

Benötigte Werkzeuge & Arbeitsmittel

Vorbereitung

A) Mechanische Kraftstoffpumpe montieren

1Fuel Pump Pushrod (Excenter-Stößel) in die Bohrung im Block einsetzen.
2Neue Dichtung auf die Pumpe oder den Block legen.
3Pumpe ansetzen – dabei den Pushrod beim Einsetzen leicht nach oben halten (Hilfsperson oder Fett zum Fixieren).
4Befestigungsschrauben auf 18–22 ft-lbs anziehen.
Tipp: Kurbelwelle so drehen, dass der Fuel-Pump-Excenter auf der Nockenwelle auf dem Grundkreis steht – dann lässt sich die Pumpe leichter montieren.

B) Vergaser montieren

1Fußdichtung trocken auf die Ansaugspinne legen.
2Vergaser aufsetzen, Befestigungsmuttern/schrauben gleichmäßig über Kreuz anziehen.
3Nicht überziehen! Handfest + max. 1/4 Umdrehung. Der Vergaser-Flansch ist empfindlich.
4Kraftstoffleitung, Gaszug und Choke-Mechanismus anschließen.
5Kraftstofffilter zwischen Pumpe und Vergaser einbauen.

C) Kraftstoffdruck prüfen

Zündeinstellung & Advance-Federn-Tuning

Benötigte Werkzeuge & Arbeitsmittel

Grundbegriffe

!Initial Timing = Grundeinstellung bei Leerlauf (z.B. 10–14° BTDC). Wird durch Drehen des Verteilers eingestellt.
!Centrifugal Advance = Fliehkraftverstellung. Gewichte im Verteiler drücken bei steigender Drehzahl den Reluctor vor → frühere Zündung. Gesteuert durch Federn (Rate) und Bushings (Maximum).
!Total Timing = Initial + Centrifugal. Beispiel: 12° Initial + 22° Centrifugal = 34° Total.
!Vacuum Advance = Unterdruckverstellung. Zusätzliche 5–10° bei Teillast → besserer Verbrauch. Bei Vollgas kein Unterdruck → kein Effekt.

A) Advance-Stop-Bushing wählen (Max. Centrifugal Advance)

1Verteilerkappe und Rotor abnehmen.
2Die Advance-Platte ist sichtbar. Die Stop-Bushing sitzt in der Mitte auf der Advance-Welle.
3Schraube der Stop-Bushing lösen und Bushing wechseln.
Bushing-FarbeMax. Centrifugal Advance
Silber (größte)25°
Blau (ab Werk)21°
Rot18°
Schwarz15°
Gold (kleinste)11°
Für diesen Build: Bei 12° Initial Timing + 22° Centrifugal = 34° Total → Blaue Bushing (21°) oder Silberne (25°) mit angepasstem Initial.

B) Advance-Federn wählen (Advance-Rate)

Die Federn bestimmen, wie schnell der Advance einsetzt. Ab Werk: 2x Schwere (Silber) = langsamster Advance.

FederkombinationAdvance-VerhaltenEmpfehlung
2x Schwer (Silber)Langsamster AdvanceAb Werk, konservativ
1x Schwer + 1x MittelMäßig schnellGuter Kompromiss Street/Strip
2x MittelModerater AdvanceStreet Performance
1x Mittel + 1x LeichtSchnellFür milde Nockenwellen
2x LeichtSchnellster AdvanceVorsicht – kann Klopfen verursachen!

C) Initial Timing einstellen

1Motor auf Betriebstemperatur bringen.
2Falls vorhanden: Unterdruck-Schlauch vom Verteiler abziehen und Anschluss verschließen.
3Stroboskoplampe an Zündkabel Zylinder #1 anklemmen.
4Stroboskoplampe auf Timing-Markierung am Harmonic Balancer / Timing Cover richten.
5Verteiler-Klemmschraube lösen. Verteiler langsam drehen, bis die gewünschte Gradzahl angezeigt wird (z.B. 12° BTDC).
6Klemmschraube anziehen. Erneut prüfen – manchmal verschiebt sich das Timing beim Klemmen.

D) Total Timing prüfen

1Motor läuft, Unterdruck weiterhin abgezogen.
2Drehzahl langsam auf ca. 3.000–3.500 RPM erhöhen.
3Mit der Stroboskoplampe die Timing-Markierung ablesen → dies ist das Total Timing.
4Ab diesem Punkt sollte die Markierung nicht mehr weiterwandern (Advance voll eingezogen).

E) Timing-Richtwerte nach Motorkonfiguration

FaktorMehr AdvanceWeniger Advance
VerdichtungNiedrig (<9.5:1)Hoch (>10:1)
BrennraumOpen ChamberClosed/CNC (wie AFR)
Benzin98+ ROZ / Race Gas91 ROZ / E10
ZündenergieStandard-ZündungMSD CDI (stärkerer Funke)
TemperaturKühlHeiß
Empfehlung für diesen Build (~9.7:1 CR, CNC-Koepfe, MSD CDI, 98 ROZ):
Initial: 10–14° | Total: 32–36° | Vacuum: +8–10° bei Teillast
Bei Klopfen sofort Timing zurücknehmen! Erst mit konservativem Timing starten.

Drehmoment-Schnellkarte

Alle Drehmomente in Montagereihenfolge. Zum Ausdrucken: Strg+P während diese Karte geöffnet ist.

Short Block (bereits montiert)

VerbindungDrehmomentSchmierstoff
Hauptlager obere Reihe (1–5)80 ft-lbs30wt Öl
Hauptlager untere Reihe (6–10)70 ft-lbs30wt Öl + Sealant
Ölkanalstopfen -4 AN8–10 ft-lbs

Phase 2: Nockenwelle & Steuertrieb

VerbindungDrehmomentSchmierstoff
Nockenwellenschraube (ARP 254-1001)40–45 ft-lbsARP Lube
Ölpumpe an Block22–25 ft-lbsMotoröl
Ölwanne10–12 ft-lbs
Ölwanne Ablassschraube15–25 ft-lbs
Timing Cover12–18 ft-lbs
Harmonic Balancer Zentralschraube70–90 ft-lbs

Phase 3: Zylinderköpfe

VerbindungDrehmomentSchmierstoff
Kopfstehbolzen ARP 154-4003
3 Stufen: 35 → 55 → 80/70 ft-lbs
80 / 70 ft-lbsARP Ultra-Torque
Obere Reihe (1-5): 80 ft-lbs  |  Untere Reihe (6-10): 70 ft-lbs  |  Kreuzmuster innen → außen

Phase 3: Ansaugung & Zündung

VerbindungDrehmomentSchmierstoff
Ansaugbrücke (Fel-Pro 1250)
3 Stufen: 5 → 12 → 18 ft-lbs
18 ft-lbsMotoröl
Zündkerzen (Alu-Kopf)15–22 ft-lbsAnti-Seize
Wasserpumpe15–22 ft-lbs
Ventildeckel4–6 ft-lbs

Antriebsstrang

VerbindungDrehmomentSchmierstoff
Druckplatte / Kupplung12–24 ft-lbs
Kraftstoffpumpehandfest + 1/4
Wichtig: ARP-Schrauben erfordern ARP Ultra-Torque (100-9908). Die Drehmomente gelten NUR mit diesem Schmierstoff! Ohne ARP Lube = andere Vorspannung bei gleichem Drehmoment.
1. Grundbegriffe des Motors
Bore – Zylinderbohrung
Was ist das? Der Innendurchmesser des Zylinders.
Einfach gesagt: Die Breite des Lochs, in dem der Kolben auf und ab läuft.
Warum? Zusammen mit dem Hub bestimmt die Bohrung den Hubraum.
Stroke – Kolbenhub
Was ist das? Der Weg, den der Kolben zwischen OT und UT zurücklegt.
Einfach gesagt: Wie weit der Kolben bei einer vollständigen Bewegung nach oben und wieder nach unten läuft.
Displacement – Hubraum
Was ist das? Das Volumen, das der Kolben zwischen OT und UT verdrängt.
Einfach gesagt: Der Raum, den der Kolben bei seiner Bewegung im Zylinder „durchfährt“.
TDC – Top Dead Center (Oberer Totpunkt)
Was ist das? Die Position, bei der der Kolben ganz oben steht.
Warum? OT ist eine wichtige Referenz für nahezu alle Messungen am Motor.
BDC – Bottom Dead Center (Unterer Totpunkt)
Was ist das? Die Position, bei der der Kolben ganz unten steht.
Warum? OT und UT bestimmen zusammen den Hub.
2. Block und Deck
Engine Block – Motorblock
Was ist das? Das Hauptgehäuse des Motors mit Zylindern, Kurbelwellenlagern und Lifterbohrungen.
Einfach gesagt: Das Grundgerüst des Motors.
Deck / Deck Surface – Blockdeck
Was ist das? Die bearbeitete obere Fläche des Motorblocks, auf der die Zylinderkopfdichtung liegt.
Warum? Die Lage dieser Fläche beeinflusst Quench und Verdichtung.
Deck Height – Deckhöhe
Was ist das? Die Lage der Blockdeckfläche relativ zur Mitte der Kurbelwelle.
Warum? Zusammen mit Hub, Pleuellänge und Kolbenhöhe bestimmt sie, wo der Kolben bei OT steht.
Piston-to-Deck Clearance – Kolben-Deck-Abstand
Was ist das? Der Abstand zwischen Kolbenoberseite und Blockdeckfläche bei OT.
Einfach gesagt: Ob der Kolben bei OT genau auf Blockhöhe steht, darunter liegt oder darüber hinausragt.
Warum? Beeinflusst direkt Quench und Verdichtung.
Piston Deck Height – Kolbenposition zum Deck
Was ist das? Die tatsächliche Position der Kolbenoberseite relativ zur Blockdeckfläche bei OT.
3. Verdichtung und Quench
Compression Ratio – Verdichtungsverhältnis
Was ist das? Das Verhältnis zwischen dem gesamten Zylindervolumen bei UT und dem verbleibenden Volumen bei OT.
Einfach gesagt: Ein Motor mit 10:1 hat bei OT nur noch ein Zehntel des Volumens, das bei UT vorhanden war.
Static Compression Ratio – Statisches Verdichtungsverhältnis
Was ist das? Die geometrisch berechnete Verdichtung, die sich allein aus den tatsächlichen Volumina ergibt.
Dynamic Compression Ratio – Dynamisches Verdichtungsverhältnis
Was ist das? Berücksichtigt zusätzlich, wann das Einlassventil tatsächlich schließt.
Einfach gesagt: Solange das Einlassventil noch offen ist, kann ein Teil des Gemisches zurückströmen – die effektive Verdichtung ist daher geringer.
Combustion Chamber Volume – Brennraumvolumen
Was ist das? Das Volumen des Brennraums im Zylinderkopf, in dem die Verbrennung stattfindet.
Warum? Wesentlicher Bestandteil der Compression-Ratio-Berechnung.
Piston Dish – Kolbenmulde
Was ist das? Eine Vertiefung im Kolbenboden, die zusätzlichen Raum schafft.
Auswirkung: Mehr Volumen → geringere Verdichtung.
Piston Dome – Kolbenwölbung
Was ist das? Eine Erhöhung auf dem Kolbenboden.
Auswirkung: Weniger Restvolumen → höhere Verdichtung.
Gasket Thickness – Dichtungsdicke
Was ist das? Die Dicke der Zylinderkopfdichtung. Beeinflusst Kolben-Kopf-Abstand und Verdichtung.
Compressed Gasket Thickness – Einbaudicke
Was ist das? Die Dicke der Dichtung nach Montage mit vorgeschriebenem Drehmoment.
Wichtig: Für Berechnungen ist die Einbaudicke relevant, nicht die unmontierte Dicke.
Quench – Quetschbereich
Was ist das? Der sehr kleine Abstand zwischen Kolben und Zylinderkopf in einem dafür vorgesehenen Bereich.
Einfach gesagt: Wenn der Kolben nach oben kommt, wird das Gemisch in diesem engen Bereich herausgedrückt.
Warum? Verbessert die Gemischbewegung im Brennraum.
Quench Distance – Quetschabstand
Berechnung: Piston-to-Deck + Compressed Gasket Thickness
Quench Area – Quetschfläche
Was ist das? Der Bereich des Kolbenbodens, der dem Zylinderkopf bei OT besonders nahe kommt.
4. Kurbeltrieb
Crankshaft – Kurbelwelle
Was ist das? Wandelt die Auf-und-ab-Bewegung der Kolben in eine Drehbewegung um.
Connecting Rod – Pleuel
Was ist das? Verbindet den Kolben mit der Kurbelwelle.
Rod Length – Pleuellänge
Was ist das? Der Abstand zwischen den Mittelpunkten des kleinen und großen Pleuelauges.
Warum? Zusammen mit Hub und Deck Height bestimmt sie die Position des Kolbens im Zylinder.
Rod Ratio – Pleuelverhältnis
Berechnung: Rod Length / Stroke
Main Journal – Hauptlagerzapfen
Was ist das? Der Teil der Kurbelwelle, der im Hauptlager des Blocks läuft.
Rod Journal – Pleuellagerzapfen
Was ist das? Der Teil der Kurbelwelle, auf dem das Pleuel gelagert ist.
Main Bearing – Hauptlager
Was ist das? Das Lager, in dem die Kurbelwelle im Motorblock läuft.
Rod Bearing – Pleuellager
Was ist das? Das Lager zwischen Pleuel und Kurbelwellenzapfen.
Main Bearing Clearance – Hauptlagerspiel
Was ist das? Der kleine Abstand zwischen Kurbelwellen-Hauptlagerzapfen und Hauptlager.
Einfach gesagt: Zwischen Kurbelwelle und Lager muss ein definierter Raum für den Ölfilm vorhanden sein.
Rod Bearing Clearance – Pleuellagerspiel
Was ist das? Der Abstand zwischen Pleuellager und Kurbelwellenzapfen.
Warum? Bestimmt, wie sich der tragende Ölfilm bildet.
Crankshaft Endplay – Kurbelwellen-Axialspiel
Was ist das? Wie weit sich die Kurbelwelle in Längsrichtung vor und zurück bewegen kann.
Internal Balance – Innenauswuchtung
Was ist das? Ausgleichsmassen sind innerhalb der Kurbelwellen-Konfiguration berücksichtigt.
Warum? Bestimmt, welche Ausführung von Balancer und Schwungrad verwendet werden muss.
Zero Balance – Nullwuchtung
Was ist das? Balancer und Schwungrad/Flexplate benötigen keine zusätzliche Ausgleichsmasse.
Harmonic Balancer – Schwingungsdämpfer
Was ist das? Bauteil am vorderen Kurbelwellenende, das Torsionsschwingungen dämpft.
5. Kolben und Kolbenringe
Piston – Kolben
Was ist das? Der Kolben bewegt sich im Zylinder zwischen OT und UT.
Piston-to-Wall Clearance – Kolben-Zylinder-Spiel
Was ist das? Der Abstand zwischen Kolben und Zylinderwand.
Einfach gesagt: Darf nicht klemmen, aber auch nicht zu viel Spiel haben.
Compression Height – Kompressionshöhe
Was ist das? Abstand zwischen Kolbenbolzenmitte und Kolbenoberseite.
Warum? Zusammen mit Pleuellänge, Hub und Deck Height bestimmt sie die Kolbenposition bei OT.
Valve Relief – Ventiltasche
Was ist das? Aussparung im Kolbenboden für das Ventil.
Piston-to-Valve Clearance – Kolben-Ventil-Abstand
Was ist das? Der kleinste Abstand zwischen Kolben und Ventil während des Motorzyklus.
Einfach gesagt: Kolben und Ventil dürfen sich niemals berühren!
Warum besonders wichtig? Hängt von Nockenwellensteuerzeiten, Ventilhub, Deckhöhe, Dichtung und Ventiltrieb ab.
Piston-to-Head Clearance – Kolben-Kopf-Abstand
Was ist das? Der kleinste Abstand zwischen Kolben und Zylinderkopf. Nicht dasselbe wie Piston-to-Valve Clearance!
Top Ring – Oberster Kolbenring
Aufgabe: Übernimmt den wesentlichen Teil der Abdichtung gegen Verbrennungsdruck.
Second Ring – Zweiter Kolbenring
Aufgabe: Unterstützt Abdichtung und beeinflusst Ölregulierung.
Oil Ring – Ölabstreifring
Aufgabe: Kontrolliert die Ölmenge auf der Zylinderwand.
Ring End Gap – Kolbenringstoß
Was ist das? Der Spalt zwischen den beiden Enden eines Kolbenrings.
Warum? Der Ring dehnt sich bei Erwärmung aus. Ohne Spalt könnten die Enden aneinanderstossen.
Ring Groove – Kolbenringnut
Was ist das? Die Nut im Kolben, in der der Ring sitzt.
Ring Land – Ringsteg
Was ist das? Der Bereich des Kolbens zwischen zwei Ringnuten.
Ring Clocking – Anordnung der Ringstöße
Was ist das? Die Winkelpositionen der Ringstöße zueinander auf dem Kolben.
6. Zylinderkopf
Cylinder Head – Zylinderkopf
Was ist das? Bildet zusammen mit Kolben und Zylinder den Brennraum. Enthält Ventile, Ventilführungen und Ventilsitze.
Intake Port – Einlasskanal
Was ist das? Der Kanal, durch den das Frischgas zum Einlassventil gelangt.
Exhaust Port – Auslasskanal
Was ist das? Der Kanal, durch den die Abgase zum Auspuff gelangen.
Port Volume – Kanalvolumen
Was ist das? Das Volumen eines Einlass- oder Auslasskanals.
Wichtig: Größer ist nicht automatisch besser. Die Kanalgröße muss zum Motor und Drehzahlbereich passen.
Valve – Ventil
Was ist das? Öffnet und schließt den Gaswechsel zwischen Zylinder und Ansaug-/Abgassystem.
Intake Valve – Einlassventil
Aufgabe: Lässt das Frischgas in den Zylinder.
Exhaust Valve – Auslassventil
Aufgabe: Lässt die Abgase aus dem Zylinder.
Valve Stem – Ventilschaft
Was ist das? Der dünne Teil des Ventils, der in der Ventilführung läuft.
Valve Face – Ventilteller
Was ist das? Die Fläche des Ventils, die auf dem Ventilsitz aufliegt und abdichtet.
Valve Seat – Ventilsitz
Was ist das? Die bearbeitete Sitzfläche im Zylinderkopf, gegen die das Ventil abdichtet.
Valve Guide – Ventilführung
Was ist das? Führt den Ventilschaft und hält das Ventil in der richtigen Position.
7. Ventilfedern
Valve Spring – Ventilfeder
Was ist das? Sorgt dafür, dass das Ventil nach dem Öffnen wieder geschlossen wird.
Installed Spring Height – Ventilfeder-Einbauhöhe
Was ist das? Der Abstand zwischen Federsitz und Federteller bei eingebauter Feder.
Warum? Die Federkraft hängt stark von der Einbauhöhe ab.
Seat Pressure – Sitzdruck
Was ist das? Die Kraft, mit der die Feder das Ventil bei geschlossenem Ventil belastet.
Open Pressure – Öffnungsdruck
Was ist das? Die Federkraft bei einem bestimmten Ventilhub.
Wichtig: Ohne Angabe des Ventilhubs nicht eindeutig!
Coil Bind – Federblock
Was ist das? Windungen der Feder liegen vollständig aufeinander.
Warum kritisch? Die Feder darf bei maximalem Ventilhub nicht in Coil Bind kommen!
Retainer – Federteller
Was ist das? Sitzt oben auf der Ventilfeder und wird über die Ventilkeile am Ventil gehalten.
Valve Locks / Keepers – Ventilkeile
Was ist das? Kleine Keile, die den Federteller am Ventilschaft halten.
Retainer-to-Seal Clearance
Abstand Federteller–Ventilschaftdichtung
Warum wichtig? Der Federteller darf die Dichtung bei maximalem Hub nicht berühren!
Valve Float – Ventilflattern
Was ist das? Das Ventil folgt bei hoher Drehzahl nicht mehr zuverlässig dem Ventiltrieb.
Warum kritisch? Kann zu mechanischen Schäden führen!
8. Nockenwelle
Camshaft – Nockenwelle
Was ist das? Bestimmt, wann und wie weit die Ventile geöffnet werden.
Cam Lobe – Nocken
Was ist das? Die Erhebung auf der Nockenwelle, die den Lifter nach oben bewegt.
Base Circle – Grundkreis
Was ist das? Der runde, niedrigere Teil des Nockens, bei dem der Lifter nicht angehoben wird.
Folge: Lifter unten → Pushrod unten → Ventil geschlossen.
Lobe Lift / Cam Lift – Nockenhub
Was ist das? Wie weit die Nocke den Lifter anhebt.
Valve Lift – Ventilhub
Was ist das? Wie weit sich das Ventil tatsächlich öffnet.
Warum größer als Cam Lift? Der Kipphebel übersetzt die Bewegung.
Rocker Ratio – Kipphebelübers.
Beispiel: Bei 1,6:1 bewegt sich das Ventil ca. 1,6-mal so weit wie der Lifter.
Duration – Öffnungsdauer
Was ist das? Wie lange ein Ventil während eines Motorzyklus geöffnet ist.
Wichtig: Nur sinnvoll zusammen mit der Messmethode (z.B. Duration @ 0.050").
Duration @ 0.050"
Öffnungsdauer bei 0,050 Zoll Hub
Warum wichtig? Ermöglicht sinnvolleren Vergleich verschiedener Nockenwellen als Advertised Duration.
LSA – Lobe Separation Angle
Nockenspreizwinkel
Was ist das? Der Winkel zwischen den Mittellinien des Einlass- und Auslassnockens.
Camshaft Centerline – Nocken-Mittellinie
Was ist das? Der Kurbelwellenwinkel, bei dem ein Nocken seine geometrische Mitte erreicht.
Cam Advance – Vorverstellung
Was ist das? Die Nockenwelle wird gegenüber der Grundstellung früher positioniert.
Cam Retard – Rückverstellung
Was ist das? Die Nockenwelle wird gegenüber der Grundstellung später positioniert.
Degreeing the Cam – Nockenwelle einmessen
Was ist das? Die tatsächliche Position der Nockenwelle wird mit Gradscheibe und Messuhr exakt vermessen.
Einfach gesagt: Wir verlassen uns nicht nur auf die Kettenmarkierungen, sondern messen nach.
9. Steuertrieb
Timing Set – Steuertrieb
Was ist das? Kurbelwellenrad, Nockenwellenrad und Steuerkette.
Timing Chain – Steuerkette
Was ist das? Verbindet Kurbelwelle und Nockenwelle für korrektes Drehverhältnis.
Crank Gear / Sprocket – Kurbelwellenrad
Was ist das? Das Zahnrad auf der Kurbelwelle, das die Steuerkette antreibt.
Cam Gear / Sprocket – Nockenwellenrad
Was ist das? Das Zahnrad auf der Nockenwelle, angetrieben von der Steuerkette.
Timing Mark – Steuerzeitmarkierung
Was ist das? Markierung auf den Zahnrädern zur Positionierung von Kurbel- und Nockenwelle.
Wichtig: Eine Markierung ersetzt nicht zwingend das Degreeing!
10. Hydraulic Roller Lifter
Hydraulic Roller Lifter – Hyd. Rollenstößel
Was ist das? Ein Lifter mit Rollenrad zur Nockenwelle und hydraulischem Mechanismus zum Ausgleich des Ventilspiels.
Roller Wheel – Lifter-Rolle
Was ist das? Das Rollenrad am unteren Ende des Lifters, das direkt auf der Nocke rollt.
Plunger – Hydraulischer Kolben
Was ist das? Ein kleiner Kolben im Lifter-Inneren, der sich bewegen kann und das Ventilspiel automatisch ausgleicht.
Plunger Preload – Plunger-Vorspannung
Was ist das? Wie weit der Plunger nach dem Einstellen in den Lifter hineingedrückt ist.
Einfach gesagt: Der Plunger soll nicht ganz oben und nicht am Ende seines Weges stehen – er steht in einer definierten Position innerhalb seines Arbeitsbereichs.
Lifter Body – Liftergehäuse
Was ist das? Das äußere Gehäuse des Lifters.
Lifter Bore – Lifterbohrung
Was ist das? Die Bohrung im Motorblock, in der der Lifter auf und ab läuft.
Lifter Retainer – Lifter-Halterung
Was ist das? Hält die Roller-Lifter in ihrer korrekten Position.
11. Pushrods und Rocker Arms
Pushrod – Stoßelstange
Was ist das? Die Stange zwischen Lifter und Kipphebel. Der Lifter wird von der Nocke angehoben, schiebt die Pushrod nach oben, die wiederum den Kipphebel bewegt.
Checking Pushrod – Mess-Stoßelstange
Was ist das? Eine verstellbare Stoßelstange, mit der die korrekte endgültige Länge ermittelt wird.
Einfach gesagt: Wir kaufen nicht einfach eine beliebige Länge, sondern messen die richtige Länge erst aus.
Pushrod Length – Stoßelstangenlänge
Warum wichtig? Eine falsche Länge verändert die Stellung des Kipphebels auf dem Ventil.
Rocker Arm – Kipphebel
Was ist das? Überträgt die Bewegung der Pushrod auf das Ventil.
Rocker Tip – Kipphebelkontaktfläche
Was ist das? Der Bereich des Kipphebels, der auf der Ventilspitze läuft.
Sweep Pattern – Laufspur
Was ist das? Die Spur, die der Kipphebel auf der Ventilspitze hinterlässt.
Warum wichtig? Zeigt, ob die Ventiltrieb-Geometrie korrekt ist.
Valve Train Geometry – Ventiltrieb-Geometrie
Was ist das? Das Zusammenspiel von Lifter, Pushrod, Kipphebel und Ventil über den gesamten Bewegungsablauf.
Valve Lash – Ventilspiel
Bei hydraulischem Lifter: Das Spiel wird durch die Einstellung und die Plunger-Vorspannung aufgenommen.
12. Ventilsteuerung
IO – Intake Opening (Einlass öffnet)
Was ist das? Der Kurbelwellenwinkel, bei dem das Einlassventil zu öffnen beginnt.
IC – Intake Closing (Einlass schließt)
Warum wichtig? Beeinflusst unter anderem die effektive Verdichtung und das Drehzahlverhalten.
EO – Exhaust Opening (Auslass öffnet)
Was ist das? Der Kurbelwellenwinkel, bei dem das Auslassventil zu öffnen beginnt.
EC – Exhaust Closing (Auslass schließt)
Was ist das? Der Kurbelwellenwinkel, bei dem das Auslassventil schließt.
Valve Overlap – Ventilüberschneidung
Was ist das? Der Zeitraum, in dem Einlass- und Auslassventil gleichzeitig geöffnet sind.
Einfach gesagt: Am Ende des Ausstoßens ist das Auslassventil noch offen, während das Einlassventil bereits öffnet.
13. Ölsystem
Oil Pump – Ölpumpe
Was ist das? Fördert Motoröl aus der Ölwanne durch den Motor.
Oil Pickup – Ölansaugrohr
Was ist das? Das Rohr, über das die Ölpumpe das Öl aus der Ölwanne ansaugt.
Pickup-to-Pan Clearance
Abstand Ölansaugrohr–Ölwannenboden
Warum wichtig? Darf weder zu weit vom Öl entfernt sein noch den Boden berühren.
Oil Pan / Sump – Ölwanne
Was ist das? Der Ölvorratsbehälter am unteren Ende des Motors.
Baffle – Schwallblech
Was ist das? Verhindert, dass Öl bei Beschleunigung oder Kurvenfahrt von der Ansaugstelle wegschwappt.
Für uns: Besonders relevant bei Trackdays und hohen Querbeschleunigungen.
Windage Tray – Windage-Blech
Was ist das? Reduziert die Ölmenge, die von der drehenden Kurbelwelle aufgewirbelt wird.
Oil Pressure – Öldruck
Was ist das? Der Druck im Schmierkreislauf des Motors.
High Volume Oil Pump – Hochvolumen-Ölpumpe
Wichtig: High Volume bedeutet nicht automatisch höheren Öldruck. Der Druck hängt von Motor, Lagern, Drehzahl und Druckbegrenzungsventil ab.
Pressure Relief Valve – Druckbegrenzungsventil
Was ist das? Verhindert, dass der Öldruck über den vorgesehenen Bereich steigt.
14. Messen und Prüfen
Clearance – Spiel / Abstand
Beispiel: Piston-to-Wall Clearance = Abstand Kolben–Zylinderwand.
Tolerance – Toleranz
Was ist das? Der Bereich, innerhalb dessen ein Maß liegen darf.
Interference – Kollision
Beispiel: Piston-to-Valve Interference = Kolben und Ventil berühren sich.
Runout – Rundlaufabweichung
Einfach gesagt: Ob etwas beim Drehen „eiert“.
Endplay – Axialspiel
Beispiel: Crankshaft Endplay = Bewegung der Kurbelwelle vor und zurück.
Backlash – Flankenspiel
Was ist das? Der Abstand zwischen den Zahnflanken zweier Zahnräder.
Dial Indicator – Messuhr
Verwendung: Kurbelwellen-Endplay, Rundlauf, Degreeing der Nockenwelle.
Feeler Gauge – Fühlerlehre
Was ist das? Satz dünner Metallblätter mit definierten Dicken. Zum Messen kleiner Spalte.
Micrometer – Bügelmessschraube
Verwendung: Präzise Außenmaße, z.B. Kurbelwellenzapfen.
Bore Gauge – Innenmessgerät
Verwendung: Zylinderbohrungen, Lagerbohrungen.
Plastigage – Messstreifen
Einfach gesagt: Die Breite des plattgedrückten Kunststoffstreifens zeigt das Lagerspiel.
15. Montage
Torque – Anzugsdrehmoment
Was ist das? Die vorgeschriebene Drehkraft, mit der eine Schraube angezogen wird.
Torque Sequence – Anzugsreihenfolge
Warum wichtig? Damit sich das Bauteil gleichmäßig setzt und nicht verzogen wird.
Torque Angle – Drehwinkelanzug
Was ist das? Nach einem definierten Anfangsdrehmoment wird die Schraube um einen bestimmten Winkel weitergedreht.
Threadlocker – Schraubensicherung
Wichtig: Nur verwenden, wenn es für die betreffende Verschraubung vorgesehen ist!
Assembly Lubricant – Montageöl
Verwendung: Lagerstellen, Nockenwellenmontage.
Blueprinting – Präziser Motoraufbau
Einfach gesagt: Nicht „soll ungefähr passen“, sondern messen → vergleichen → einstellen → dokumentieren.
16. Wichtige Zusammenhänge
Kolbenposition bei OT
Bestimmt durch: Deck Height, Stroke, Rod Length, Compression Height → ergibt die Piston-to-Deck Position.
Quench Distance
Quench Distance = Piston-to-Deck + Compressed Gasket Thickness
Compression Ratio – Berechnung
Benötigt: Bore, Stroke, Combustion Chamber Volume, Piston Dish/Dome, Piston-to-Deck, Gasket Bore, Compressed Gasket Thickness.
Valve Train Geometry – Pushrod Length
Abhängig von: Lifter, Plunger Position, Pushrod Length, Rocker Arm, Rocker Ratio, Valve Stem Height, Sweep Pattern.
Piston-to-Valve Clearance
Beeinflusst durch: Camshaft Timing, Lift, Duration, Rocker Ratio, Valve Size, Piston Valve Relief, Piston-to-Deck, Head Gasket Thickness.
Ventilfedern – Prüfung
Relevant: Installed Spring Height, Seat Pressure, Open Pressure, Maximum Valve Lift, Coil Bind, Retainer-to-Seal Clearance.
17. Abkürzungen
TDC – Top Dead Center (OT)  |  BDC – Bottom Dead Center (UT)
CR – Compression Ratio  |  SCR – Static Compression Ratio
DCR – Dynamic Compression Ratio  |  LSA – Lobe Separation Angle
IO – Intake Opening  |  IC – Intake Closing
EO – Exhaust Opening  |  EC – Exhaust Closing
HV – High Volume  |  RPM – Revolutions Per Minute
cc – Kubikzentimeter  |  in. / " – Zoll (inch)
lb-ft – Drehmoment-Einheit  |  psi – Druckeinheit

⇄ Einheiten-Umrechner

Drehmoment
ft-lbs Nm
Länge / Spalt
inch mm
Volumen (Brennraum)
cc ci